Archiv für Juni 2008

This is your pilot speaking: Bitte treten Sie einen Schritt nach links!

Montag, 30. Juni 2008


Sehen Sie das?! Das ist die Falltür, in der zukünftig lästige, an die Cockpit-Tür hämmernde Terroristen verschwinden sollen, wenn es nach dem U.S. Patent 6844817 (von Wolfgang Gleine, gewährt am 18. 01. 2005) geht. Vielleicht läßt sich das Konzept ja noch mit einem kleinen Piranha-Becken verbessern? Neatorama zeigt gerade eine Liste der zehn dämlichsten Antiterrorismus-Patente.
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Doppelseitige EBook-Lesegeräte

Samstag, 28. Juni 2008


Prototyp eines doppelseitigen EBook-Readers von iRiver (Bild: iRiver)

Kaum kauft man seinen Studenten einen EBook-Reader, schon beschweren sie sich, dass er nicht aussieht und funktioniert wie das altbekannte Papierbuch. (Sie erinnern sich? - Buch! Das war dieses mittelalterliche Textanzeigedings aus beschmierten toten Bäumen.) Prompt bauen sie Lesegeräte, in denen man herumblättern soll wie früher. Der New Scientist berichtet von einer Studie an der Universität Maryland, die sich mit doppelseitigen EBook-Lesegeräten (kann nicht mal jemand ein Wort dafür erfinden?) beschäftigt.
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Physiker erzeugen quantenverschränkte Bilder

Samstag, 28. Juni 2008


(Quelle: NIST)

Physikern am amerikanischen Joint Quantum Institute (JQI) des National Institute of Standards and Technology (NIST) und der University of Maryland ist es gelungen, die Information zweier Bilder quantenzuverschränken.

Es ist nicht das erste Mal, dass Wissenschaftler irgendwelche Quanten verschränkt haben: die Quantenverschränkung von Laserimpulsen (z.B. für sichere Übertragung von Kryptographie-Schlüsseln), von Elektronen, Protonen oder sogar von ganzen Atomen (für das experimentelle Beamen sehr kleiner Mengen von Materie), macht beständig Fortschritte.
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Emergenzmystiker auf dem Pfad der Spiritualität

Donnerstag, 26. Juni 2008

Michael Schermer fragt auf Scientific American, ob “Emergenz den Fluch des Reduktionismus brechen und die Spiritualität zurück in die Natur bringen kann”. Wenn man Schermer glauben kann, dann öffnet Emergenz ein Einfallstor für Gott in die Naturwissenschaft. Zwar keinen richtigen, bärtigen, der Blitze schleudert, Erstgeborene dahinrafft oder Jungfrauen schwängert, sondern so einen Wischiwaschispiritualitätsgott, aber immerhin.

Was ist Emergenz überhaupt, und wie macht sie das?
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Wenn der Android zweimal klingelt

Dienstag, 24. Juni 2008

Nach dem Jesusphone kommt bekanntlich das G-Phone. Irgendwann. Später. Zum Jahresende. Vielleicht.

Obwohl Google angeblich nicht völlig abgeneigt scheint, auch mal selbst den Lötkolben zu schwingen und eine Telefoniermaschine zu entwerfen, geht es dabei vor allem um ein neues Betriebssystem für Telefone. Android soll Symbian, Windows Mobile und Palm OS beerben, vor allem, weil es entsprechend der Firmenphilosophie der Googlianer “not evil”, nicht böse sein wird.
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Morgen, 15.00 Uhr: elektrische Terminkalender versklaven die Menschheit

Montag, 23. Juni 2008

In seiner 1962 erschienen Erzählung The Creature from Cleveland Depths beschreibt der amerikanische Science-Fiction-Autor Fritz Leiber eine interessante Erfindung: Den “Tickler”. Weil der Held seiner Erzählung seine Lieblingssendung im Fernsehen verpaßt, ersinnt er eine raffinierte Vorrichtung: eine “mechanische Sekretärin”. Und damit sie wenig Platz verbraucht, handelt es sich einfach um ein kleines, handliches Elektrogerät, das direkt am Körper getragen wird, und seinen Besitzer durch einen Vibrationsalarm (Leiber spricht von einem “Zwicken”) an zuvor markierte Verpflichtungen erinnert. Aber nachdem jemand auf die Idee kommt, dass sich dieser Terminkalender mit seinesgleichen zu einem sozialen Netzwerk synchronisieren kann, sind die Pforten zu einer Weltuntergangskatastrophe geöffnet. Ob Leiber die globale Bedrohung durch Google Calendar und Microsoft Exchange vorausgeahnt hat?
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Wenn Roboterkinder nach Schönheit suchen

Sonntag, 22. Juni 2008

Gestern hatte ich einen interessanten Artikel in meiner Mailbox: Der japanische Universitätsprofessor Tetsuo Suga plant, Computern das Sprechen beizubringen. Nicht etwa, dass er ihnen die Fähigkeit einprogrammiert, irgendwelche Wortfolgen nachzuplappern wie ein Callcenter-Programm, sondern indem er ihnen das Vermögen gibt, Sprache so zu lernen wie ein kleines Kind. Sein Ziel ist ganz anders als das beim Entwickeln von Übersetzungsprogrammen: Er möchte nicht, dass sein Programm so tut, als sei es ein Erwachsener. Wenn Tetsuo Sugas Roboterkind einfache Geschichten verstehen und wiedergeben kann, zunächst so wie ein Zweijähriger, dann wie ein Dreijähriger, und schließlich wie ein Vorschulkind, dann hat er Erfolg gehabt.
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Fährt unser nächstes Auto elektrisch?

Donnerstag, 19. Juni 2008


Chevrolt Volt (Bild: Reuters)

Warum fahren wir eigentlich nicht allesamt mit Elektroautos herum? - Elektromotoren haben einen Wirkungsgrad in der Nähe von 100 Prozent, sind sehr wartungsarm, können im Prinzip sogar in der Radnabe montiert werden, weil ihr Drehmoment weniger von der Drehzahl abhängt als beim Benzinmotor, und leise sind sie obendrein. Hinzu kommt, dass Benzin bekanntlich aus druckverflüssigten Sauriern hergestellt wird, und weil die Saurier schon lange alle sind, wird das Benzin immer teurer. - Das Problem sind die Batterien, und mehrere Technologien versprechen, das Problem zu lösen. (more…)

72512 neue Götter in 24 Stunden

Mittwoch, 18. Juni 2008

Kreaturen aus dem Spore-Labor

Seit einem Tag ist das Schöpfungslabor von Maxis’ langerwartetem Spiel “Spore” online. Spore macht die Spieler zu fröhlichen kleinen Evolutionssteuerungsgöttern. Wir beginnen mit Einzellerzucht, arbeiten uns zu schwimmenden Vertebraten hoch und scheuchen unsere Kreaturen sodann aufs Festland. Nachdem diese sich ein paar Generationen den Freuden des Fressens und Gefressenwerdens hingegeben haben, erfinden sie die Zivilisation, und wir dürfen sie mit Architektur und fahrbaren Untersätzen ausstatten. Und weil das erst der Anfang ist, erkunden wir anschließend das Sonnensystem, die Galaxis und ferne Sternennebel - standesgemäß im selbstgebastelten Raumschiff, mit Kreaturen-Entführungsstrahler, Terraforming-Sonden und Planetenpulverisierungskanone.

Was Spore besonders macht: das Universum kennt hier keine Grenzen - es ist mathematisch, prozedural definiert. Spore ist angetreten, die Welt des Spieledesigns zu revolutionieren: durch Spielinhalte, die von den Benutzern selbst geschaffen werden können.

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Nachfolger zum Onlinespiel “World of Warcraft” geplant

Freitag, 13. Juni 2008

“World of Warcraft” gehört bereits seit mehr als einem Jahr zu den erfolgreichsten (und profitabelsten) Online-Spielen aller Zeiten. Es wird Zeit, dass ein Nachfolger konzipiert wird, der an den Erfolg der aktuellen Version anknüpfen kann. Nun hat die Spielefirma “Blizzard” die langerwartete Fortsetzung angekündigt: World of World of Warcraft! (Siehe Video nach dem Bräik.)

WoWoW bietet ein revolutionäres Konzept, das es den Spielern erlaubt, genau das zu tun, was sie auf der Welt am liebsten tun würden. Was das wohl ist? Sie spielen eine virtuelle Figur, die ihr Leben an einem Computer verbringt -

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Noch einen Monat Wartezeit…

Dienstag, 10. Juni 2008

iPhone 3G

… bis wir uns Steves neues Telefon aus dem Laden holen können. Seit Monaten hat die Gerüchteküche geblubbert und gebrodelt, und tatsächlich fast jedes kleine Detail richtig geraten.
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Das Geheimnis der Sieben Blog-Postings

Donnerstag, 5. Juni 2008

Lore erklärt die 7 Blog-PostingsBekanntlich gibt es auf der Welt nur 20 verschiedene Arten von Geschichten, die aus 36 möglichen Szenarien bestehen können. Nach sorgfältiger Analyse hat Lore Sjöberg herausbekommen, dass die Anzahl der möglichen Blog-Sujets sich auf lediglich Sieben beläuft. Das vermag ich Ihnen nicht vorzuenthalten:

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Die Zukunft des Lesens?

Mittwoch, 4. Juni 2008

Amazons Kindle
Jeff Bezos, der Chef des Onlinebuchundallesmöglichehändlers Amazon, will der Baumschlächterei ein Ende bereiten. Wenn es nach ihm geht, dann werden Bücher in Zukunft nicht mehr auf geraspelte Holzstücke gedruckt, sondern komplett digitalisiert. Jeff glaubt, dass der Markt für gedruckte Bücher in absehbarer Zeit sein Ende findet.

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Maschinenmensch und Menschmaschine

Sonntag, 1. Juni 2008

“Robonova-I” am 30. November 2005 in Tokyo, Japan. Bild: Getty Images

„L’homme machine“ – das ist der maschinenfreundliche Mensch, und der Mensch, der sich selbst als eine Maschine begreift: als eine ineinander- und in die Welt greifende Ansammlung von informationsverarbeitenden Teilen. „L’homme machine“ ist natürlich der Titel eines Nerd-Blogs.

Vor genau 260 Jahren schrieb ein der französische Aufklärer Julien Offray de La Mettrie schon einmal eine größere Menge Text unter dem Titel „L’homme machine“. La Mettrie war ein Verfechter der Idee der Künstlichen Intelligenz (KI) – dass man nämlich den menschlichen Geist als Maschine nachbauen kann. Und zwar deshalb, weil der Mensch durch und durch eine Maschine ist – genau so, wie der Rest des Universums auch.

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