Doppelseitige EBook-Lesegeräte

Prototyp eines doppelseitigen EBook-Readers von iRiver (Bild: iRiver)
Kaum kauft man seinen Studenten einen EBook-Reader, schon beschweren sie sich, dass er nicht aussieht und funktioniert wie das altbekannte Papierbuch. (Sie erinnern sich? - Buch! Das war dieses mittelalterliche Textanzeigedings aus beschmierten toten Bäumen.) Prompt bauen sie Lesegeräte, in denen man herumblättern soll wie früher. Der New Scientist berichtet von einer Studie an der Universität Maryland, die sich mit doppelseitigen EBook-Lesegeräten (kann nicht mal jemand ein Wort dafür erfinden?) beschäftigt.
Mich persönlich überzeugt das nicht so richtig. Ich finde es vor allem beim Lesen unterwegs und im Bett sehr praktisch, dass mein Kindle nur eine Seite hat, und der Entwurf aus der Uni Maryland kommt sehr unhandlich daher.
Andererseits könnte es hilfreich sein, ein faltbares A5-Gerät mit zwei randlos aneinanderstoßenden Displays zu benutzen, um A4-Dokumente lesen zu können.



24. Juli 2008 um 21:05 Uhr
Der Einband eines Buches hat zwei Deckel, weil damit die papiernen Seiten bei seiner Aufbewahrung gut geschützt sind. Ähnlich ist es beim Laptop. Zusammengeklappt ist das Display vor Beschädigung und die Tastatur vor Verschmutzung geschützt. Bei den Buchlesegeräten kann man aber nach Alternativen für die zweite Seite suchen, wenn man dort keinen weiteren Bildschirm und keine Tastatur haben will. Ich finde zum Beispiel die Idee gut, dort einen Notizblock unterzubringen. Zumindest derzeit würde sich ein elektronischer Block mit der Idee der Minimierung des Stromverbrauchs beißen, aber ein klassischer Papierblock zum Notieren von Ideen, die einem beim Lesen kommen, würde es zur Not auch tun.
Abschreckend sind für mich noch die zu geringe Größe bzw. Auflösung des Bildschirms. Eine Darstellung normaler PDFs in A4 bei einem Gewicht des Geräts von nicht mehr als zwei Zeitschriften (also unter einem Kilogramm) ist wünschenswert.
28. Juli 2008 um 16:41 Uhr
Ich würde es bi-Book nennen. Ist doch gut, oder?