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	<title>Kommentare zu: Emergenzmystiker auf dem Pfad der Spiritualität</title>
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	<description>Joscha Bach, KI-Forscher und Dotcommunarde, fühlt dem Internet den Puls.</description>
	<pubDate>Thu, 17 May 2012 03:49:37 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Karl H. Beckers</title>
		<link>http://community.vanityfair.de/blogs/joscha-bach/2008/06/emergenzmystik/#comment-17</link>
		<dc:creator>Karl H. Beckers</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jul 2008 07:39:42 +0000</pubDate>
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		<description>"Wenn die Ereignisse auf der einen Ebene (z.B. der Psychologie) die Ereignisse auf der anderen Ebene (z.B. Gesellschaft, oder meinetwegen Fußball) nicht komplett beschreiben können, dann hängen sie auch nicht kausal (ursache-wirkungsmäßig) davon ab."

Das zählt zum größten Quatsch, den ich je gehört habe. Nur weil der Mensch nicht in der Lage ist, eine Beschreibung, die er auf der Ebene eines groben Wahrnehmungsrasters leicht formulieren kann, auf eine andere Ebene mit höherem Detailreichtum zu übertragen, heißt das doch noch lange nicht, dass sie dort nicht möglich wäre. Natürlich könnte ich diesen Text auch finden, wenn ich mir die Schaltkreise meines Computers anschaue -- wenn ich die richtigen Wahrnehmungsorgane (oder Hilfsmittel) habe und wenn ich in der Lage wäre die richtigen Muster in den komplexen elektrischen Verteilungen und den komplexen, unterschiedlichen Funktionen der verschiedenen Bausteine eines Computers zu erkennen. 

Nur weil diese Möglichkeit eher theoretischer Natur ist, muss ich ja nicht gleich annehmen, dass das grundsätzlich unmöglich ist. Mir ist eine Erklärung völlig ausreichend, die sich damit begnügt zu zeigen, wie schwer es uns fällt Interpretationen, die unser Gehirn ganz nebenbei treffsicher vornimmt, in Algorithmen abstrakter Logik zu überführen. Die einzige wirklich wichtige Erkenntnis hier ist, dass wirklich alles "relativ" ist. Dass es keine Objektivität außerhalb des Objekts gibt, weil jegliche vermeintliche Erkenntnis über ein Objekt immer anhand eines wahrgenommenen Objekts gewonnen wird. Und dass jegliche Wahrnehmung immer mit einer bestimmten Auflösung geschieht, die (neben Fokus und Umgebung) das Wahrgenommene mit determiniert. Diese Erkenntnis ist aber wiederum auch nicht so neu, dass ich daraus gleich auf Gott schließen muss.

Ich sehe auch, wenn ich ein Auto kaufen will, plötzlich überall das entsprechende Modell auf der Straße. Ich habe aber noch nie daraus geschlossen, dass Gott seine Hand im Spiel hat.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Wenn die Ereignisse auf der einen Ebene (z.B. der Psychologie) die Ereignisse auf der anderen Ebene (z.B. Gesellschaft, oder meinetwegen Fußball) nicht komplett beschreiben können, dann hängen sie auch nicht kausal (ursache-wirkungsmäßig) davon ab.&#8221;</p>
<p>Das zählt zum größten Quatsch, den ich je gehört habe. Nur weil der Mensch nicht in der Lage ist, eine Beschreibung, die er auf der Ebene eines groben Wahrnehmungsrasters leicht formulieren kann, auf eine andere Ebene mit höherem Detailreichtum zu übertragen, heißt das doch noch lange nicht, dass sie dort nicht möglich wäre. Natürlich könnte ich diesen Text auch finden, wenn ich mir die Schaltkreise meines Computers anschaue &#8212; wenn ich die richtigen Wahrnehmungsorgane (oder Hilfsmittel) habe und wenn ich in der Lage wäre die richtigen Muster in den komplexen elektrischen Verteilungen und den komplexen, unterschiedlichen Funktionen der verschiedenen Bausteine eines Computers zu erkennen. </p>
<p>Nur weil diese Möglichkeit eher theoretischer Natur ist, muss ich ja nicht gleich annehmen, dass das grundsätzlich unmöglich ist. Mir ist eine Erklärung völlig ausreichend, die sich damit begnügt zu zeigen, wie schwer es uns fällt Interpretationen, die unser Gehirn ganz nebenbei treffsicher vornimmt, in Algorithmen abstrakter Logik zu überführen. Die einzige wirklich wichtige Erkenntnis hier ist, dass wirklich alles &#8220;relativ&#8221; ist. Dass es keine Objektivität außerhalb des Objekts gibt, weil jegliche vermeintliche Erkenntnis über ein Objekt immer anhand eines wahrgenommenen Objekts gewonnen wird. Und dass jegliche Wahrnehmung immer mit einer bestimmten Auflösung geschieht, die (neben Fokus und Umgebung) das Wahrgenommene mit determiniert. Diese Erkenntnis ist aber wiederum auch nicht so neu, dass ich daraus gleich auf Gott schließen muss.</p>
<p>Ich sehe auch, wenn ich ein Auto kaufen will, plötzlich überall das entsprechende Modell auf der Straße. Ich habe aber noch nie daraus geschlossen, dass Gott seine Hand im Spiel hat.</p>
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