Wenn der Android zweimal klingelt

Nach dem Jesusphone kommt bekanntlich das G-Phone. Irgendwann. Später. Zum Jahresende. Vielleicht.

Obwohl Google angeblich nicht völlig abgeneigt scheint, auch mal selbst den Lötkolben zu schwingen und eine Telefoniermaschine zu entwerfen, geht es dabei vor allem um ein neues Betriebssystem für Telefone. Android soll Symbian, Windows Mobile und Palm OS beerben, vor allem, weil es entsprechend der Firmenphilosophie der Googlianer “not evil”, nicht böse sein wird.

Android ist anders. Im Gegensatz zu Apples “Darwin” und Microsofts “Windows Mobile” wird Android nicht nur kostenlos, sondern auch noch Open Source, also für Programmierer vollständig offen und frei einsichtig sein. Android beruht auf einer speziell für den Telefonierbetrieb zurechtgestutzten Version des freien Betriebssystems Linux, den Steuerungsprogrammen für das Telefon und einer grafischen Benutzeroberfläche. Es bringt eine Reihe nützlicher (und mit Google verschränkter) Programme mit, einschließlich Internet-Browser und Google-Maps, und der offene Ansatz soll es jedermann (der programmieren kann) sehr leicht machen, neue Programme für die G-Phones zu schreiben.
Android ist nicht der erste Versuch, ein für jedermann offenes Telefon zu bauen. Das OpenMoko-Projekt hat in mehrjähriger Arbeit ein, nun ja, retrodesigntes Telefon mit dem Retro-Namen “Neo 1973″ zustandegebracht, das nur leider nicht sehr gut zum telefonieren geeignet ist.
Offenbar ist auch Android auf ein paar unverhoffte Schwierigkeiten gestoßen; die Erscheinungstermine der ersten vorgesehenen Telefone (Motorola, HTC, LG und Samsung wollen die Hardware beisteuern) haben sich vom Sommer auf den Herbst und schließlich das Jahresende verschoben.

Wenn Android erst einmal funktioniert, dann gibt es aber keinen Grund, warum es nur auf Telefonen benutzt werden soll. Weil immer mehr Geräte immer kleiner und immer mobiler und immer telefonesker werden, könnte Android demnächst auf eBook-Readern, Wörterbuchcomputern, Mini-Laptops und Navigationssystemen zu finden sein.

Weitere Infos gibt es z.B. hier.

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