Archiv für Juli 2008

Alan Moores Watchmen werden verfilmt

Donnerstag, 31. Juli 2008

Comic-Verfilmungen sind mittlerweile zu einer der Haupteinnahmequellen Hollywoods geworden: Sin City, V wie Vendetta, Iron Man, Heroes, X-Men, Spidey, Hulk, Incredibles und natürlich die unvermeidliche Fledermaus machen Kasse, und Genre-Folger wie Hancock, Kung-Fu-Panda & Co sind erfolgreich auf den rollenden Zug gesprungen. Es wird also Zeit, dass sich jemand an das Opus Magnus des Erwachsenencomics heranwagt, nämlich an Alan Moores Watchmen.

Nächstes Jahr ist es soweit.
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Physik und Metaphysik

Mittwoch, 30. Juli 2008

- Mädchen ergeben gar keinen Sinn.
- Religion auch nicht, aber die Leute schlucken’s trotzdem.

- Glaubst du an Wahre Liebe?
- Mindestens so sehr wie an den Schneemenschen und den Amerikanischen Traum.

- Warum klammern wir uns unentwegt an Sachen, die wir nicht sehen können?
- Die Schwerkraft bringt uns von klein auf bei, auf den Arsch zu fallen.

Das Webcomic Dieselsweeties verhandelt seit einigen Jahren zuverlässig die Probleme pixeliger Nerds, robotischer Liebhaber, misanthropischer Toaster und alternder Computer. Weil Richard Stevens immer mal wieder ein Geniestreich gelingt, lohnen gelegentliche Besuche.

Ferien auf dem Jupiter

Dienstag, 29. Juli 2008

Vulkanausbrüche auf Jupitermond Io (Bild: NASA/JPL/University of Arizona)

Der Boston Globe nimmt den Umstand, dass Jupiters Großer Roter Fleck kürzlich einen seiner kleinen Cousins verzehrte, zum Vorwand, um eine wunderschöne Fotoserie unseres voluminösesten Nachbarn im Sonnensystem zusammenzustellen. (Beim Großen Roten Fleck handelt es sich um einen riesigen Sturm, der mindestens seit dem 17. Jahrhundert anhält.)

(via Nerdcore)

Sie sind aus Fleisch

Dienstag, 29. Juli 2008

(Illustration: Mira Voigt)

“Sie sind aus Fleisch.”

“Fleisch?”

“Fleisch. Sie sind aus Fleisch.”

“Fleisch?”

“Da gibt’s keinen Zweifel. Wir haben mehrere eingesammelt, aus verschiedenen Gegenden des Planeten, haben sie an Bord unserer Aufklärungsschiffe geholt und vollständig durchsondiert. Sie sind komplett aus Fleisch.”
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Das Ende aller Theorie?

Freitag, 25. Juli 2008


Vielleicht haben wir den Punkt erreicht, an dem Wissenschaftler aufhören, Theorien zu entwerfen, die sie dann experimentell überprüfen können. Stattdessen begnügen wir uns mit den Daten, die uns ja überreichlich zur Verfügung stehen, und werten diese Daten dann je nach Bedarf aus. Nicht im Hinblick darauf, was für eine Wahrheit hinter diesen Daten verborgen liegt, sondern einzig und allein mit Blick darauf, ob das Resultat für unseren konkreten Zweck funktioniert.

Das meint jedenfalls Chris Anderson auf Wired:

Alle Modelle sind falsch, aber zunehmend können wir ohne sie auskommen.
Peter Norvig (KI-Wissenschaftler, z.Zt. Director of Research bei Google)

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Knol - die Googipedia ist online

Donnerstag, 24. Juli 2008

Knoogle klang dann wohl nicht gut genug. Google hat seine Antwort auf Wikipedia “Knol” genannt, und genau an den Stellen alles anders gemacht, wo Wikipedia auf Probleme stieß:
- Wikipedia-Autoren arbeiten unbezahlt, d.h. sind fast immer prokrastinierende (ihrer Dissertation ausweichende) Doktoranden oder dergleichen. Google wird seine Autoren an Werbeeinnahmen beteiligen - proportional zum Erfolg des Artikels.
- Die Autoren haben auf Wikipedia keine Chance, sich einen Namen zu machen. Bei Knol dreht sich alles um den Autor - der kann sich mit eigener Seite präsentieren, authentifizieren und profilieren, was das Zeug hält.
- Kleinkriege zwischen meinungsstarken Autoren ruinieren regelmäßig Wikipedia-Artikel zu kontroversen Themen. Bei Knol entscheiden letztlich nicht die Autoren, sondern die Leser: im Prinzip kann jeder Autor seinen eigenen Artikel beisteuern, wenn ihm die “Parteilinie” nicht zusagt.

Ich bin sehr gespannt, ob Knol tatsächlich das Zeug hat, an Wikipedia vorbeizuziehen, ob es sich zu einem Nischenprodukt für spezielle Inhalte entwickelt, oder ob es einen Zwischenschritt zum überfälligen Wikipedianachfolger darstellt.

Auf Spiegel Online hat Konrad Lischka einen gut recherchierten, im Tonfall sehr skeptischen Artikel geschrieben.

Sony Reader öffnet sich der Welt

Donnerstag, 24. Juli 2008


(Bild: Sony)

Bisher gibt es ca. fünf verschiedene, auf eInk basierende EBook-Reader, die man tatsächlich kaufen kann: Amazons “Kindle”, Sonys PRS 505, das taiwanesische StarEBook (von dem es verschiedene OEM-Varianten gibt), den chinesischen Jinke-Reader, und das holländische Irex Iliad. Nachdem ich Gelegenheit hatte, mit allen ein bißchen herumzuspielen, finde ich sowohl das Kindle als auch den Sony-Reader ziemlich brauchbar. (Leider gibt es bisher noch keinen deutschen Vertrieb für irgendeines dieser Geräte, aber eBay ist recht hilfreich.)

Sony bringt heute ein neues Firmware-Update heraus, das eine wichtige Neuerung einführt: ab sofort kann man das offene ePub-Format damit lesen. Zwar ließen sich auch schon in der Vergangenheit PDF und TXT lesen, aber die sind im Gegensatz zu Sonys eigenem BBeB-Format nicht für den Verkauf von Büchern geeignet. Die Verlage bestehen nämlich darauf, dass eBooks mit einem Kopierschutz versehen werden. Per ePub (und seit dem Update auch per PDF) können auch andere Anbieter als Sony selbst kopiergeschützte Bücher vertreiben. Sony verschafft sich so gegenüber Amazon einen “Anti-Monopolisten-Bonus”.

Animierte Zeitschriftenseiten in Sicht

Montag, 21. Juli 2008

Das Magazin Esquire wird seine Titelseite ab September mit einem animierten Schriftzug versehen. Die Animation beschränkt sich vermutlich auf ein Blinken - aber nicht auf Grundlage von LEDs, sondern mit elektronischer Tinte (eInk). eInk liest sich wie richtiges, gedrucktes (aber ziemlich graues) Papier; durch das Anlegen eines elektrischen Feldes kann jedoch die Anzeige geändert werden.
Esquire hat sich die exklusiven Rechte bis nächstes Frühjahr gesichert - mal sehen, was ihnen bis dahin einfällt. Noch beschränkt sich die Blinkerei auf die Titelseite von 100000 Exemplaren (die Gesamtauflage beträgt 700000), und sie wird in drei Monaten enden. Dann sind die Batterien nämlich alle.

(über Engadget)

Kuba bekommt Internet

Montag, 21. Juli 2008

Bekanntlich liegt Kuba zwar nur 120km vor Florida, und im Prinzip nur ein Ethernetkabel weit vom schnellem Internet entfernt, aber damit ist’s bekanntlich Essig, weil unsere amerikanischen Freunde dem Castro die Absetzung Batistas bis zum heutigen Tag übelnehmen. Deshalb importieren die Kubaner das Internet aus Italien oder Kanada über langsame, teure Satellitenverbindungen, und lassen es dann in lokalen Proxy-Servern verschimmeln, bis es per Fahrradkurier an die wenigen lizensierten Internetcafés des Landes ausgetragen wird.

Das wird ab 2010 möglichweise anders. Auf Wikileaks kann man erfahren, dass Kuba und Venezuela ein 1500km langes Unterseekabel projektiert haben, das nicht nur die Kubaner an die Gegenwart, sondern nebenher auch noch datentechnisch an Jamaika, Haiti und Trinidad anschließen soll. Wenn da mal kein amerikanischer Anker versehentlich hängenbleibt.

(über FeFes Blog)

Die ultimative Maschine

Mittwoch, 16. Juli 2008


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Wirrer Dichter begehrt Persona non grata

Montag, 14. Juli 2008

Im Spiegel äußert sich Durs Grünbein zur Ehrenrettung René Descartes’. Bekanntlich hat der seinerzeit postuliert, dass der menschliche Körper (so wie der Rest der Welt) mechanisch funktioniert, während der Geist, in jenseitigen, nichtphysikalischen Sphären schwebend, denselben funkfernsteuert. Als Antenne sollte die Zirbeldrüse funktionieren.

Das ist problematisch, weil die Physiker alles zur Physik rechnen, was auf die Physik einwirkt. Wenn etwas auf die Zirbeldrüse einwirkt, dann nur etwas Physikalisches: schließlich muß ja dazu irgendeine Kraft wirken. Deshalb hat der Dualismus kaum Befürworter.
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Ein bärensicherer Kampfanzug, der Ihnen gehören könnte

Mittwoch, 9. Juli 2008

Er ist ein Mann mit einer Mission: Seit nunmehr 21 Jahren baut Troy Hurtubise an einem Anzug, der dem beherzten Zugriff eines Grizzlybären gewachsen sein soll.

Das Modell “Ursus Mark VI”, das 150.000 Dollar Entwicklungskosten und 7 Jahre Arbeit verschlang, ist nunmehr auf Ebay zu erwerben - von irgendwas muss Hurtubise seine Schulden wieder abzahlen.

Nachdem Sie die Auktion gewonnen und Ihre Auseinandersetzungen mit dem Bären Ihrer Wahl beendet haben, würde Hurtubise sich freuen, falls Sie ihm die Rüstung wieder zurückgeben, damit er weiter daran herumbasteln kann.
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Das Jahr der Flashfestplatte?

Mittwoch, 9. Juli 2008

Die Ablösung der übriggebliebenen Disketten durch den Memorystick vollzog sich ohne großes Tamtam; der Wechsel von Festplatten (rotierende Speicherscheiben - eigentlich eine verrückte Idee, oder?!) auf Flash-Speicherchips hingegen ist mit großen Ankündigungen beschildert. Die jüngste ist vermutlich Samsungs Ankündigung, mit der Massenproduktion von einigermaßen schnellen (70-90MB/s), stromsparenden (0,2-0,5W) und einigermaßen großen (128GB) SSDs zu beginnen. Derzeit liegen die Preise für eine brauchbare 128GB-SSD noch deutlich im roten Bereich (>500 Euro). Samsung ist es aber gelungen, der günstigen MLC-Technik (Multi-Level-Cell: hierbei kann jede Speicherzelle mehrere Bits aufnehmen) höhere Geschwindigkeiten als bisher zu entlocken; man darf gespannt sein, wohin sich die Preise im Laufe des Jahres entwickeln.

(via Golem)

Google-Expedition zur Grenze des bekannten Universums

Montag, 7. Juli 2008


(Foto: Marcus Lindemann, Collage: JB)

Das Wissenschaftsportal Recherche-Info berichtet: Die amerikanische Weltraumagentur Google hat eine Sonde ins Universum geschickt. Schwarz, glänzend und nach allen Seiten mit Sensoren bestückt.

Wie wir hier und dort sehen, ist der Sensorausleger mit mindestens sechs Einzelkameras, einer Panoramakamera, zwei Laserscannern und mehreren Fluxkompensatoren ausgerüstet; die erhobenen Daten werden direkt in Google-Maps eingefügt.

Auch dabei: eine goldbeschichtete Platte, auf der Google das Atomgewicht von Wasserstoff, Sauerstoff und Kohlenstoff, die relative Position unseres Planeten, das ungefähre Aussehen eines normalgewichtigen Nordwestamerikanerpärchens, dazu passende Adwords und eine Kopie des Internets eingeätzt hat. Sollte die Googlesonde in die Hände von Außerirdischen fallen, dann sind sie gewarnt.
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Boot mit Wellenantrieb fährt von Hawaii nach Japan

Freitag, 4. Juli 2008

(Quelle: Asahi)

Heute erreichte der japanische Seemann Ken’ichi Horie das Kap Hinomisaki in einem nur von den Wellen angetriebenen Boot. Er begann die Fahrt vor genau 110 Tagen in Hawaii (6400 km entfernt), und stellte damit den Rekord für die längste je in einem solchen Fahrzeug unternommene Reise auf. Mit einem normalen, dieselgetriebenen Boot dauert die Fahrt allerdings nur 10 Tage.
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