Kuba bekommt Internet
Bekanntlich liegt Kuba zwar nur 120km vor Florida, und im Prinzip nur ein Ethernetkabel weit vom schnellem Internet entfernt, aber damit ist’s bekanntlich Essig, weil unsere amerikanischen Freunde dem Castro die Absetzung Batistas bis zum heutigen Tag übelnehmen. Deshalb importieren die Kubaner das Internet aus Italien oder Kanada über langsame, teure Satellitenverbindungen, und lassen es dann in lokalen Proxy-Servern verschimmeln, bis es per Fahrradkurier an die wenigen lizensierten Internetcafés des Landes ausgetragen wird.
Das wird ab 2010 möglichweise anders. Auf Wikileaks kann man erfahren, dass Kuba und Venezuela ein 1500km langes Unterseekabel projektiert haben, das nicht nur die Kubaner an die Gegenwart, sondern nebenher auch noch datentechnisch an Jamaika, Haiti und Trinidad anschließen soll. Wenn da mal kein amerikanischer Anker versehentlich hängenbleibt.
(über FeFes Blog)
Schlagworte: Kuba, Unterseekabel



25. Juli 2008 um 14:21 Uhr
Hallo, Joscha!!!!
Schön dich zu lesen!
Das Kabel könnte ja Kuba verbinden… aberrrrrr, ob alle Kubaner freien Zugang haben werden, sogar haben dürfen, ist zweifelhaft… Daran glaube ich kaum
Liebe Grüße,
Dagmar
(Ja, du kennst mich!!!!!)
26. Juli 2008 um 00:13 Uhr
@ Aguaya
Hallo, Dagmar! Mit der Situation in Kuba kennst Du Dich natürlich millionenmal besser aus als ich, und ein Internetanschluß für Kuba ist nicht dasselbe wie ein Internetzugang für alle Kubaner. Aber wer weiß, was für Veränderungen sich in den nächsten zehn Jahren im Verhältnis zwischen Kuba und dem Westen ergeben? Könnte vielleicht auch eine Annäherung an Venezuela eine Öffnung der Online-Medien bewirken? - Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen
Hier waren z.B. viele sehr überrascht, wie schnell und tiefgreifend sich die Verhältnisse in der DDR veränderten, nachdem Erich Honecker zurücktrat (übrigens ganz unabhängig davon, ob sie sich so eine Veränderung gewünscht hatten oder nicht). - Lieben Gruß auch an Dich!