Die russische Presseagentur RIA-Novosti tickerte gestern abend, dass eine Gruppe von russischen Wissenschaftlern dabei sei, dem Rätsel der Erdölentstehung auf den Grund zu gehen.
Und zwar auf den Grund des Baikalsees, in den fortwährend Öl aus unterirdischen Quellen leckt (um dort von Mikroorganismen verzehrt zu werden).
Irgendwann werden wir mit unseren ungläubigen Enkeln vorm Kamin sitzen und ihnen vom Erdöl erzählen: “Kinder, das Zeug war so billig, das haben wir damals verbrannt.” - Die Frage ist nur, womit werden wir in Zukunft herumfliegen, fahren und heizen? Selbst wenn es uns gelingt, unsere Energieversorgung auf nichtfossile Weise sicherzustellen, müssen wir die Energie noch immer speichern und verteilen. Und Akkus sind nicht nur teuer, sondern auch sehr schwer.
Der Energieträger der Zukunft ist Wasserstoff - und wird es auch immer sein, wie manche witzeln. Mit Wasserstoff kann man Autos und Generatoren betreiben, und dabei entsteht kein Kohlendioxyd, sondern nur Wasserdampf. Problematisch sind allerdings Lagerung, Verteilung und vor allem Erzeugung: Die Herstellung von Wasserstoff aus Wasser benötigt extrem viel Energie und ist daher ziemlich teuer.
Daniel Nocera vom MIT hat möglicherweise einen Teil der Lösung - zumindestens für das Herstellungsproblem. (more…)
Armin Heinrich hat den Vogel abgeschossen. Seine iPhone-Anwendung, die seit gestern von Apples “App-Store” aufs Telefon heruntergeladen werden kann, kostet 999,99 Dollar - und sie tut nichts. Außer, dass sie ein rotes Edelstein-Icon zum Display hinzufügt, das allen, die Gelegenheit haben, mit Ihrem Telefon herumzuspielen, mitteilt: Sie sind reich. Und dekadent. Total badass. Sozusagen die Rolex unter den iPhone-Anwendungen.
Das Internet in seiner heutigen Form ist nicht kompatibel zur bestehenden Gesellschaft. Es steht der Art und Weise, in der Nachrichten über zentralisierte Kanäle kommuniziert werden, in der Dokumente und Software verkauft werden, in der die Verteilung von Insiderwissen, urheberrechtlich geschützten und/oder nicht jugendfreien Medien kontrollierbar sind, in der sich individuelle Kommunikation abhören oder mitlesen läßt, ziemlich ignorant gegenüber. Mit und im Internet kann man Dinge tun, die im Rest der Welt nicht möglich und erlaubt sind, und die der Rest der Welt sich nicht gefallen lassen will.
Um das zu ändern, müßte man das Internet in seiner bisherigen Form ändern. Aber um das zu tun, braucht es eine kleine Revolution, zum Beispiel durch eine völlig neue Art von Internetgesetzgebung.
Der Jurist Lawrence Lessig, Harvards berühmter Copyright-Philosoph, wies kürzlich auf der Fortune Brainstorm Tech Konferenz darauf hin, dass so ein Gesetz vermutlich durch eine Art “digitalen 11. September” auf den Weg gebracht werden könnte.
Das Internet ist eine Aneinanderreihung von Rohren, durch die das elektrische Blut des Informations- zeitalters fließt. Joscha Bach, KI-Forscher und Dotcommunarde, fühlt ihm den Puls.