Soeben ist in New York die Präsentation von Googles Android-Telefon, dem G1, zu Ende gegangen.
Das Design ist ein Bastard aus iPhone, Sidekick und N95 und wird vermutlich zu gleichen Teilen Zuspruch und Abneigung ernten. Der respektierte Nerdpopautor Douglas Rushkoff hat es ausprobiert und sowohl Außen- wie Innenleben lieber als beim iPhone gemocht:
Es fühlt sich nicht an, als müßte man ein Laptop durch einen Zwei-Zoll-Bildschirm fernsteuern.
Am besten gefällt Rushkoff die Offenheit von Googles Ansatz.
Spannende Frage: wie offen ist das GPhone wirklich?
Google digitalisiert nicht nur Bücher, Planetenoberflächen, menschliche Beziehungen und den Sternenhimmel, sondern neuerdings auch noch alte Zeitungen. Ist das Raubkopiererei oder Kulturträgerschaft?
Die einen (FAZ) sagen so, die anderen (Daniel) so; ich bin mit den anderen.
Die niederländische Firma iRex hat heute einen lang erwarteten und niegelnagelneuen eBook-Reader vorgestellt.
Engadget ätzt über die “Symphonie des Gähnens”, mit der die Präsentation begleitet wird, und wenn Sie damit Bücher lesen wollten, dann werden Sie vermutlich einstimmen: der DR-1000 sieht nicht nur aus, als hätte man ein generisches Chinaelektronikerzeugnis aus den frühen Neunzigern überfahren, sondern er ist auch noch teuer (ab 500 Euro) und ziemlich klobig.
Warum ist er trotzdem toll? (more…)
Am Sonnabend beherbergte der ehemalige Militärflughafen Finowfurt die erste Internationale Open-Source-Flugrobotermeisterschaft. Über 100 Flugrobotiker scharten sich und ließen ferngesteuerte, vor allem aber selbstständige (autonome) Flugmaschinen abheben. (more…)
Wenn unsere Köpfe nur nicht so klein und siebartig wären! Seit vielen Jahren wünsche ich mir eine Erweiterung meiner bröckeligen Hirnrinde, durch gedankenartig funktionierende Programme, die all die Eindrücke, Konzepte und Ideen, denen wir immerfort begegnen, in Bedeutungsfäden einspinnen. Wann immer ich sie brauche, kann ich dann an ein paar Fäden ziehen und die Gedanken wieder hervorholen.
Eine Gruppe von Interface-Designern an der FH Potsdam hat zur Biennale in Venedig eine faszinierende Installation gebaut, die uns in dieser Richtung weiterdenken läßt: Mæve. (more…)
Wie sich zeigt, hat kein einziger der angehörten Experten dem Gesetz seine Verfassungskonformität bescheinigt. Zwar wird das Gesetz trotz der teilweise recht detaillierten Kritik der Experten vermutlich erst einmal durchgewunken, anschließend aber wieder in großen Teilen vom Bundesverfassungsgericht kassiert.
Vielleicht ist man als gelernter DDR-Bürger ein bißchen leichter unangenehm berührt als unsere Abgeordneten bei der heutigen Anhörung zum BKA-Gesetz: die sollen nämlich über die zukünftige Einschränkung unserer Bürgerrechte entscheiden, und sie geben sich dabei teilweise erschütternd unbedarft. (more…)
Wie unser ehemaliges Nachrichtenmagazin verlautbart, streben 80% aller Informatikstudenten nach einem Job, der nicht bei Google ist. Sie werden es sehr schwer haben, angesichts des stark schrumpfenden Marktanteils der paar Firmen, die noch nicht Google sind…
Google ist inzwischen das Internet zu klein geworden, und deshalb wollen sie es mehr als verdoppeln. Bekanntlich sind nämlich nur 1,8 Milliarden Menschen im Netz vertreten. Was liegt also näher, als den Rest auch noch anzuschließen? (more…)
Nach dem gestrigen Vortrag Professor Rösslers wundere ich mich ein bisschen, heute morgen wieder aus verquollenen Augen in die Sonne blinzeln zu können. Oder sind das Phantomschmerzen?
Spore ist nun bekanntlich verfügbar, hat einen bösartigen Kopierschutz und läßt uns Einzeller im Urschleim baden, bis daraus komplette planetenzerstörende Zivilisationen geworden sind. Propagiert Spore nun die Evolutionstheorie, oder macht es den Spieler zum “Intelligent Designer”? Meine Kollegen zumindestens sind sich uneins: die einen sagen so, die anderen so.
Wie Sie bestimmt wissen, findet in diesem Tagen am CERN das Weltuntergangsexperiment statt. Wahnsinnige Wissenschaftler blasen unschuldige Atome mit Karacho durch einen magnetischen Nürburgring, bis sie ineinandernageln. Sie selbst stehen fusselbärtig und weißbekittelt an der Bande, schwenken die Notizblöcke und dokumentieren das Crashgeschehen. Der Spiegel hat ein ganz großartiges Interview mit dem Tübinger Chaostheorie-Professor Otto Rössler, in dem derselbe anschaulich und mit bebender Stimme erklärt, wie der Large Hadron Collider uns die Erde unter dem Allerwertesten wegreißen wird.
Neues zum blogweit erklärten Internationalen Tag des elektronischen Papiers:
Wie schon erwähnt: Esquire hat nun eine animierte Titelseite. Es handelt sich zwar nur um blinkende Elemente, aber es sind sehr clever blinkende Elemente!
Die Firma ECTACO, bisher auf Wörterbücher spezialisiert, hat seit einiger Zeit einen eigenen eBook-Reader im Programm. Das jetBook bietet ein 5-Zoll-LCD-Display ohne Hintergrundbeleuchtung. Das ist deutlich gröber aufgelöst als Kindle, Sony und Konsorten, dürfte aber trotzdem den einen oder anderen Freund finden. Ich habe es ausprobiert - mit gemischten Resultaten. (more…)
Heute wird die kalifornisch-britische Firma Plastic Logic den Schleier lüften und in San Diego einen Prototypen ihres vor zwei Jahren angekündigten eBook-Readers enthüllen.
A4, drahtlose (Mobilfunk?-) Verbindung, Zeitungsabonnements? - Habenwoll! Bis nächsten Sommer wird man sich aber wohl noch gedulden müssen.
EBook-Reader sind immer noch zu teuer, und es liegt am Display. Amazons Kindle und Sonys PRS 500 verwenden zwar nur kleine 6-Zoll-Displays, aber die machen den größten Anteil bei den Hardwarekosten aus. Das liegt unter anderem daran, dass Prime View International bislang die einzige Firma ist, die Displays mit electronic ink liefern kann. Auf der IFA präsentierte sich zaghafte Konkurrenz. (more…)
Das Internet ist eine Aneinanderreihung von Rohren, durch die das elektrische Blut des Informations- zeitalters fließt. Joscha Bach, KI-Forscher und Dotcommunarde, fühlt ihm den Puls.