Yaskawa Industries humanoider Industrieroboter “Motoman SDA10″ ist offenbar nicht nur in der Lage, Digitalkameras zusammenzupuzzeln, sondern er kann auch Okonomiyaki brutzeln.
Heute ist Sonys neuer eBook-Reader mit der Post ins Haus gepurzelt. PRS-700. Was reitet die Marketing-Fuzzies bei Sony eigentlich, dem guten Stück so einen einfalls- und lieblosen Namen zu verpassen?
Wie funktioniert das Ölgeschäft, und wie steigt man zum Ölbaron auf, der Politiker an der Leine spazierenführt und mal eben in die eine oder andere Weltregion einfällt? Und was passiert nach Peak Oil? Probieren Sie’s aus - es ist nämlich nicht nur lehrreich, sondern macht sogar großen Spaß. “Oligarchy” ist ein großartiges kleines Spiel, das als Flash im Webbrowser läuft.
Smule hat ein Okarina-Programm für das iPhone geschrieben. Das Konzept ist bestechend: auf dem Touchscreen befinden sich die Löcher; die Fingerstellung bestimmt den Ton. Mit der Neigung des Telefons kann man das Vibrato beeinflussen. Der Ausdruck des Instruments entsteht durch behutsames Anpusten des Mikrofons - das Ergebnis sind weich und lebendig modulierte Klänge, die aber trotzdem ihre elektronische Herkunft nicht verleugnen. Das iPhone wird so zu einem echten Instrument.
Dem Schrecken der leeren Seite können zögerliche Autoren zukünftig leichter begegnen: indem man den Schrecken des Nichtweiterschreibens dagegensetzt. Write or Die aus den Laboratorien des großmächtigen Dr. Wicked schaut Ihnen beim Schreiben über die Schulter, und erinnert Sie mit freundlichen Farbsignalen (z.B. Knallrot) ans Weitertippen, sobald Sie die Finger für länger als ein paar Sekunden ruhen lassen. Wenn das nicht genügt, ertönt nervenaufreibendes Babygeschrei. Im Kamikazemodus fängt das Programm sogar an, Ihren bis dahin geschriebenen Text wortweise wieder aufzuribbeln und wegzulöschen, um Sie an die Tastatur zurückzuzwingen.
Wenn ich das Ding nur eher gehabt hätte. Meine Promotion wäre bestimmt vier Jahre früher fertiggeworden! Und mir fallen sofort Möglichkeiten ein, den Ansatz weiter zu verbessern. Man könnte das Programm z.B. mit LastFM verknüpfen und je nach Fortschritt frohgemute oder abscheuliche Musik einspielen. Bevor ich weiterschreibe, muss ich das unbedingt
Die kalifornische Künstlerin Tanya Vlach hat auf der Fahrt zum Burning-Man-Festival ihr linkes Auge in einem Autounfall verloren. Wie ca. ein Viertel aller US-Amerikaner hatte sie zwar keine Krankenversicherung und deshalb jetzt mehr Schulden als Fannie Mae, aber auf der Haben-Seite stehen jede Menge Energie, Grips und - Stil!
Sie hat daher beschlossen, sich anstelle des fehlenden Auges eine Kamera einsetzen zu lassen. Mit Bluetooth, Flash-Speicher und eigenständiger Energieversorgung. Ingenieure ans Werk!
Der Neurobiologe Andreas Kreiter leistet großartige Grundlagenforschung an der Uni Bremen, aber wenn es nach der Bremer Gesundheitsbehörde geht, wird er sich bald umstellen müssen: er bohrt dazu nämlich Kabelanschlüsse in Primatenköpfe, um die Aktivität der Gehirne bei Wahrnehmungsprozessen zu messen. Durch sogenannte Einzelzell-Ableitung kann gemessen werden, was einzelne Neurone tun, was wesentlich aufschlußreicher ist, als die heutigen fMRI-Scanner es zulassen. Soll er das dürfen?
Wenn jemand morgens meinen Einschaltknopf betätigt, dann dauert es ca. dreißig Sekunden, bis ich soweit gebootet habe, dass ich einfache Routinen ausführen und Statusmeldungen ausgeben kann. Nach weiteren fünf Minuten bin ich dann ansprechbar. Ich glaube, meine Bootzeiten sind nicht viel schlechter als die meines PCs. Aber das wird jetzt alles anders, wenn es nach der Taiwanesischen Computerschmiede ASRock geht. Jedenfalls, was den PC betrifft - der ist künftig vor mir wach.
Diese Kamera sieht so finster, bösartig, cool, modern, retro-radikal und militant aus, dass “Scarlet” und “EPIC” viel zu harmlose Namen sind, und waffenstarrende Hauptdarsteller in Science-Fiction-Streifen Minderwertigkeitskomplexe kriegen werden, wenn der Kameramann sie in den Fokus nimmt. Ripley hätte sich bestimmt mehr davor gefürchtet als vor dem Alien…
Piaggio hat mal wieder einen Roller gebaut, der nicht nur verwirrend aussieht (es ist ein kurvenlagenfähiges Dreirad), sondern auch verwirrend heisst (nämlich “MP3″).
Die Dreiradbauweise wirkt verblüffend unharmonisch und verleiht dem Gefährt eine Rasenmäherhaftigkeitsanmutung. Sie ist aber bereits in früheren Modellen eingeführt, wo sie 40-Grad-Kurvenlage bei großartiger Bodenhaftung erlauben soll. Außerdem kann man damit an der Kreuzung stehen, ohne den Fuß auf die Straße zu setzen. Und auf den Ständer verzichten. Und ohne Motorradführerschein einen großen Hubraum spazierenführen, denn durch die mehrspurige Bauweise gilt das gute Stück als Auto.
Vor einiger Zeit ist iRex’ Digital Reader 1000 angekommen, und ich habe ihn inzwischen eine Weile ausprobiert. Er hat mich allerdings nicht überzeugt. Ich mag das große Display, und das Gehäusedesign geht optisch in Ordnung. (Aber das Ding ist schwer!) Leider völlig danebengegangen: die Software. Nicht nur, dass die Icons aussehen, als hätte iRex Anleihen bei Windows 3.1 gemacht - praktisch jeder Handgriff wirkt umständlich, unintuitiv und zäh. Dazu kommt, dass das Display bei jedem Update wild flackert. Hoffentlich kommen bald Firmwareupdates raus!
Das 3D-Drucken ist eine lange angekündigte, aber ziemlich zäh verlaufende Revolution, die davon handelt, dass wir künstlerische, lustige oder praktische Kleingegenstände nicht mehr im Laden aussuchen und nach Hause schleppen. Wir entwerfen sie einfach selbst, oder wir laden sie aus dem Internet herunter, und dann drucken wir sie aus - in ABS-Kunststoff oder Metall. Ob Legostein, Blumenvase, Kaffeetasse, Filmstar-Büste oder Handfeuerwaffe - alles landet früher oder später in den Internet-Taschbörsen. Das irische StartUp Mcor bringt uns einen Schritt näher in diese Richtung.
Mein Kollege Milosch hat sich das Googlephone geholt. Auf seinem Tisch liegt es: schwarz, solid, duroplastisch und verlockend. Es sieht in natura tatsächlich hundertmal besser aus als auf den Photos (und immer noch viel schlechter als das iPhone), und man kann es tatsächlich benutzen! Trotz des durchgeknalltesten Programmierfehlers der Telefongeschichte.
Nun ist es passiert: Microsoft hat den Stecker aus Windows 3.x gezogen. Ab sofort kann man keine Lizenzen für das erste Microsoft-Betriebssystem mehr kaufen, mit dem es Bills Mannen gelungen war, Apple einigermassen erfolgreich nachzumachen. Eine Ära geht zuende. (Hier ein Überblick über die Ären….)
Falls sich jemand wundert, dass das erst jetzt geschieht: Das Uralt-Windows wurde hier und da immer noch für Ladenkassen, Industriesteuerung und dergleichen verwendet.
Das Internet ist eine Aneinanderreihung von Rohren, durch die das elektrische Blut des Informations- zeitalters fließt. Joscha Bach, KI-Forscher und Dotcommunarde, fühlt ihm den Puls.