3D-Drucken - auf Papier
(Bild: Mcor)
Das 3D-Drucken ist eine lange angekündigte, aber ziemlich zäh verlaufende Revolution, die davon handelt, dass wir künstlerische, lustige oder praktische Kleingegenstände nicht mehr im Laden aussuchen und nach Hause schleppen. Wir entwerfen sie einfach selbst, oder wir laden sie aus dem Internet herunter, und dann drucken wir sie aus - in ABS-Kunststoff oder Metall. Ob Legostein, Blumenvase, Kaffeetasse, Filmstar-Büste oder Handfeuerwaffe - alles landet früher oder später in den Internet-Taschbörsen. Das irische StartUp Mcor bringt uns einen Schritt näher in diese Richtung.
Leider sind 3D-Drucker immer noch so teuer, dass ich mir keinen neben meinen heimischen Tintenstrahler stellen kann - aber völlig unerschwinglich sind sie auch nicht. ZCorp baut hübsche Geräte von der Größe eines antiken Bürokopierers, die ab ca. 25000 Euro Ihnen gehören könnten! An den Unis meiner Stadt stehen mehrere herum, und es gibt sogar die ersten 3D-Copyshops, zu denen ich meine Dateien tragen kann.
Problematisch sind vor allem die Materialpreise. Die 3D-Drucker verkleben je nach Arbeitsprinzip unzählige Schichten von Kunststoffstaub, sintern Metallpulver, belichten Epoxydharze, und wenn ich mir ein schickes Gehäuse für meine externe Festplatte ausdrucke, kostet das schnell mal einen drei- bis vierstelligen Eurobetrag. Und billigere Materialien (z.B. Zucker) sind meist nicht besonders haltbar.
Mcor hat jetzt einen Drucker gebaut, der (etwa zum gleichen Einstandspreis wie der kleinste Zcorp-Drucker) A4-Blätter ausschneidet und zu Schichten verklebt. Das Resultat ist fast so fest wie Holz, läßt sich schleifen und lackieren, und es ist z.B. sehr gut für Architekturmodelle, Bühnenbilder oder, hm, Bierdeckel geeignet. Der oben abgebildete Kopf hatte einen Materialpreis von nur Euro 7,80…
(Via ZDNet.de)
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