Gemischte Gefühle mit dem neuen Sony-Reader


(Bild: Sony)

Heute ist Sonys neuer eBook-Reader mit der Post ins Haus gepurzelt. PRS-700. Was reitet die Marketing-Fuzzies bei Sony eigentlich, dem guten Stück so einen einfalls- und lieblosen Namen zu verpassen?


Das Design, schwarz eloxiertes Metall in einer Lederhülle, ist gut gelungen, allerdings läßt der schmale graue Passepartout-Rahmen das 6-Zoll-Display kleiner erscheinen als beim Vorgänger. Und was leider sofort ins Auge fällt: Das Display ist durch den Einbau einer Touch-Schicht milchig-flau geworden und reflektiert jetzt schlimmer als mein Rasierspiegel (aber immerhin etwas weniger als das neue Macbook Pro). Der flaue Eindruck wird dadurch verschärft, dass die Glasplatte nicht direkt vor der eInk-Anzeige liegt, sondern noch etwas Abstand für die Beleuchtung läßt.

An beiden Seiten des Displays befinden sich ein paar kleine Leuchtdioden, die ein ungleichmäßiges, aber zum nächtlichen Lesen im Bett völlig ausreichendes Licht spenden. eInk-Displays lesen sich zwar wie bedrucktes Papier, aber weil sie undurchsichtig sind, können sie nur von vorn beleuchtet werden.

Der Touchscreen ist eine großartige Idee. Endlich kann ich direkt auf Menüeinträge, Schließ-Icons und einzelne Worte drücken, statt mich mühsam mit dem Kindle-Scrollrad oder der PRS-500-Klaviatur zum Ziel zu hangeln. Er ist nicht annähernd so zartfühlend wie beim iPhone, aber definitiv eine Verbesserung, und er reagiert sowohl auf Fingerdrücke als auch auf den mitgelieferten Griffel.

Die größte Verbesserung liegt aber eindeutig bei der Geschwindigkeit. Durch das neue Innenleben, vor allem den Display-Controller, nimmt die Anzeige deutlich an Fahrt auf - Blättern und die Anzeige von Menüs und Dialogen sind jetzt deutlich fixer. Die Benutzung macht deutlich mehr Spaß als bei der Konkurrenz.

Letztlich ist aber das flaue Display der Sargnagel in meiner Beziehung zum PRS-700. Es sieht aus, als würde man durch eine Schicht trübes Wasser auf den Text blicken. Aber es ist ein wehmütiger Abschied, denn kein anderer eBook-Reader ist so schn

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1 Kommentar zu „Gemischte Gefühle mit dem neuen Sony-Reader“

  1. Ecommerce sagt:

    Da kann ich nur Zustimmen. Danke für diesen Artikel

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