Datenskandal der Woche
Bei der Frankfurter Rundschau sind Tausende von Kreditkartenabrechnungen angelandet. Wie konnte es zu dieser undichten Stelle kommen? - Diesmal war ausnahmsweise weder Bestechlichkeit noch die Datengier irgendeines windigen Callcenters Schuld, sondern der Hunger zweier Kurierdienstler…
Was ist passiert? Die beiden haben ein Weihnachtspaket leergefuttert (Stollen!), das für den Chefredakteur der FR bestimmt war. Nach vollbrachter Schandtat packte sie dann das schlechte Gewissen, und sie pappten kurzerhand den Adreßaufkleber des geplünderten Freßpakets auf eine andere Sendung. Die war für die LBB bestimmt (und davon gab es ja sowieso zehn - da fällt ein Verlust ja vielleicht nicht so sehr auf) und Bingo! Das Problem war gelöst.
Ich glaube, unseren Volksvertretern sollte endlich mal klar werden, wie wichtig ein Mindestlohn für die Postzusteller ist! Für einen eigenen Christstollen sollte das Gehalt nämlich schon reichen, wenn wir wollen, dass unsere Kreditkartendaten nicht überall in der Gegend herumflattern…
(Via Tagesschau)
Schlagworte: Christstollen, Datenskandal



20. Dezember 2008 um 10:32 Uhr
Den Post-Mindestlohn gibt es doch schon, allerdings haben die Postkonkurrenten erfolgreich dagegen geklagt. Auch bei deutlich höherer Entlohnung wird dieses Problem meiner Meinung nach bestehen bleiben: Ein heimlich erbeuteter Stollen schmeckt einfach besser als ein gekaufter.