Vergessen ist eine lästige Angewohnheit; ich tappe immer wieder durch den dunklen Wald meines Gedächtnisses auf der Suche nach einer Gedankenspur, und die Schnipsel, mit denen ich seinerzeit den Weg markiert habe, sind von den Vögeln gefressen worden.
Warum das Schnipseln nicht automatisieren? Einfach jederzeit, wenn etwas Interessantes geschieht (und meinetwegen auch zwischendurch) eine kurze Bildnotiz aufnehmen und abspeichern - das ist für den Anfang ein guter Kompromiss. Und siehe da, mit dem iPhone kann ich das recht praktisch erledigen.
Diese Kamera sieht so finster, bösartig, cool, modern, retro-radikal und militant aus, dass “Scarlet” und “EPIC” viel zu harmlose Namen sind, und waffenstarrende Hauptdarsteller in Science-Fiction-Streifen Minderwertigkeitskomplexe kriegen werden, wenn der Kameramann sie in den Fokus nimmt. Ripley hätte sich bestimmt mehr davor gefürchtet als vor dem Alien…
Müssen Sie eine schmerzvolle Erfahrung bewältigen? Gehen Sie vielleicht sogar mit Magenschmerzen und Atemnot durch den Alltag, weil Trauer, Panik oder Liebesleid Sie bedrücken? Lacuna Incorporated könnte Ihnen möglicherweise helfen und die störende Erinnerung spurlos und ganz ohne Nebenwirkungen aus Ihrem Gedächtnis tilgen! (more…)
Meine lieben Kollegen Brita und Milosch sind gerade aus Toronto zurückgekommen, wo sie (zusammen mit vielen anderen) das riesige, gewölbte Rathaus in ein gigantisches Blinkenlights-Display verwandelten. (more…)
Wenn unsere Köpfe nur nicht so klein und siebartig wären! Seit vielen Jahren wünsche ich mir eine Erweiterung meiner bröckeligen Hirnrinde, durch gedankenartig funktionierende Programme, die all die Eindrücke, Konzepte und Ideen, denen wir immerfort begegnen, in Bedeutungsfäden einspinnen. Wann immer ich sie brauche, kann ich dann an ein paar Fäden ziehen und die Gedanken wieder hervorholen.
Eine Gruppe von Interface-Designern an der FH Potsdam hat zur Biennale in Venedig eine faszinierende Installation gebaut, die uns in dieser Richtung weiterdenken läßt: Mæve. (more…)
Michael Horn, amibitonierter StarWars-Fan, hat die Invasion per Video aufgezeichnet. Wundervoll.
Die Bilder erhalten ihren Charme durch die geschickte Einpassung in verwackeltes, über- und unterbelichtetes Amateurvideomaterial.
Vor einigen Jahren gab es eine vergleichbare Serie von Aufnahmen, die Roboter in der Alltagswelt, und außerirdisch anmutende, parasitäre Pflanzen, zeigten. Unbedingt sehenswert. (Leider ist die Website von 1st Ave Machine in Flash geschrieben, so dass man die Filme nicht direkt verlinken kann. Und die Youtube-Varianten sind recht niedrig aufgelöst.)
Die Schöpfer von “Emily” hoffen, einen wichtigen Durchbruch gemacht zu haben: ihre Animationen sehen so menschenähnlich aus, dass der Betrachter sich nicht mehr an eine gespenstische Wachspuppe oder einen Zombie erinnert fühlt.
Computergrafik (und Robotik) hat nämlich einen irritierenden Effekt - wenn sie abstrahiert und cartoonhaft bleibt, wirkt sie oft überzeugender als wenn sie sich dem Aussehen realer Menschen stark annähert. Diesen Effekt hat der japanische Robotiker Masahiro Mori “das gruselige Tal” (uncanny valley) getauft.
Seitdem Google das Zeichenprogramm “SketchUp” gekauft hat, kann der 3D-Globus Google Earth von den Nutzern (uns) mit Häusern und Gegenständen vollgestellt werden. Microsofts Konkurrenzkugel “Virtual Earth” ging leer aus. Zum Glück ist die Redmonder Portokasse noch nicht ganz leer, und deshalb hat Microsoft uns nun Caligari Truespace geschenkt. (more…)
Das Internet ist eine Aneinanderreihung von Rohren, durch die das elektrische Blut des Informations- zeitalters fließt. Joscha Bach, KI-Forscher und Dotcommunarde, fühlt ihm den Puls.