Archiv für die Kategorie „Netzwelt“

Strahlendes Weihnachtsfest!

Mittwoch, 24. Dezember 2008

Die Ideen-, Design-, Werbe- und Dingsbumsagentur AKQA orgelt uns zu Weihnachten eine wunderhübsche Version von “Jingle Bells”. Auf 49 Glöckchen. Genauer: Auf den Glocken von 49 Mikrowellen! Diinggg!!!

(Via PSFK)

Datenskandal der Woche

Freitag, 19. Dezember 2008

Bei der Frankfurter Rundschau sind Tausende von Kreditkartenabrechnungen angelandet. Wie konnte es zu dieser undichten Stelle kommen? - Diesmal war ausnahmsweise weder Bestechlichkeit noch die Datengier irgendeines windigen Callcenters Schuld, sondern der Hunger zweier Kurierdienstler…

Was ist passiert? Die beiden haben ein Weihnachtspaket leergefuttert (Stollen!), das für den Chefredakteur der FR bestimmt war. Nach vollbrachter Schandtat packte sie dann das schlechte Gewissen, und sie pappten kurzerhand den Adreßaufkleber des geplünderten Freßpakets auf eine andere Sendung. Die war für die LBB bestimmt (und davon gab es ja sowieso zehn - da fällt ein Verlust ja vielleicht nicht so sehr auf) und Bingo! Das Problem war gelöst.

Ich glaube, unseren Volksvertretern sollte endlich mal klar werden, wie wichtig ein Mindestlohn für die Postzusteller ist! Für einen eigenen Christstollen sollte das Gehalt nämlich schon reichen, wenn wir wollen, dass unsere Kreditkartendaten nicht überall in der Gegend herumflattern…

(Via Tagesschau)

Alle Jahre wieder: Schokolade vs. Abnehmen. Fight!

Dienstag, 16. Dezember 2008

Google Trends messen, wie häufig welche Begriffe im Netz nachgefragt werden. “Schokolade” und “Abnehmen” bilden ein sogenannte “Räuber-Beute-Populationsdynamik”…

(Via Fefe)

Kein Kommentar

Dienstag, 16. Dezember 2008

Jörg Tauss geht uns verloren

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Bundestagsabgeordnete gehören oftmals eine Generation an, die mit dem Internet, den neuen Medien und der Computerwelt überhaupt nicht so recht warm geworden ist: für sie ist das Internet etwas, dass sie sich von ihren Referenten ausdrucken lassen. Eine sehr kompetente Ausnahme von dieser Regel ist der SPD-Abgeordnete Jörg Tauss, und in dieser Eigenschaft ist er seit vielen Jahren für die Koordination des Datenschutzes verantwortlich. Bis Ende letzten Monats, denn leider ist er mit der Fraktionsspitze seiner Partei aneinander geraten, als es um den Beschluß des neuen BKA-Gesetzes ging, und wurde in seiner Funktion abgelöst.

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Schreib oder Stirb

Mittwoch, 19. November 2008

Dem Schrecken der leeren Seite können zögerliche Autoren zukünftig leichter begegnen: indem man den Schrecken des Nichtweiterschreibens dagegensetzt. Write or Die aus den Laboratorien des großmächtigen Dr. Wicked schaut Ihnen beim Schreiben über die Schulter, und erinnert Sie mit freundlichen Farbsignalen (z.B. Knallrot) ans Weitertippen, sobald Sie die Finger für länger als ein paar Sekunden ruhen lassen. Wenn das nicht genügt, ertönt nervenaufreibendes Babygeschrei. Im Kamikazemodus fängt das Programm sogar an, Ihren bis dahin geschriebenen Text wortweise wieder aufzuribbeln und wegzulöschen, um Sie an die Tastatur zurückzuzwingen.

Wenn ich das Ding nur eher gehabt hätte. Meine Promotion wäre bestimmt vier Jahre früher fertiggeworden! Und mir fallen sofort Möglichkeiten ein, den Ansatz weiter zu verbessern. Man könnte das Programm z.B. mit LastFM verknüpfen und je nach Fortschritt frohgemute oder abscheuliche Musik einspielen. Bevor ich weiterschreibe, muss ich das unbedingt

(Via Riesenmaschine)

Der Blick des Cyborgs

Dienstag, 18. November 2008

Die kalifornische Künstlerin Tanya Vlach hat auf der Fahrt zum Burning-Man-Festival ihr linkes Auge in einem Autounfall verloren. Wie ca. ein Viertel aller US-Amerikaner hatte sie zwar keine Krankenversicherung und deshalb jetzt mehr Schulden als Fannie Mae, aber auf der Haben-Seite stehen jede Menge Energie, Grips und - Stil!
Sie hat daher beschlossen, sich anstelle des fehlenden Auges eine Kamera einsetzen zu lassen. Mit Bluetooth, Flash-Speicher und eigenständiger Energieversorgung. Ingenieure ans Werk!

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Ziehen meine Bücherkisten ins Netz um?

Freitag, 24. Oktober 2008

Seit ein paar Jahren lese ich mehr am Bildschirm und auf dem eBook-Reader als auf Papier - ein nicht unerheblicher Teil meines Bücher- und Zeitschriftenregals befindet sich jetzt auf meiner Festplatte. Genauer: auf Festplatten und Flashspeichern auf meinem Zuhause-PC, meinem Laptop, meinem Arbeits-PC, meinem Reise-Schreib-Laptop, meinem eBook-Reader und meinem iPhone. Weil das ein ziemlich unpraktischer Zustand ist, hat mein Lesematerial eine zweite Wanderungsbewegung angetreten: ich lege es zunehmend online ab. Und weil die Plattformen, die es dafür im Internet gibt, noch nicht so ganz das Gelbe vom Ei sind, haben ein paar Kollegen und ich eine Web-Anwendung zum Speichern, Lesen und Austauschen gebaut. Es gibt darauf geschlossene, sichere Bereiche für den privaten Kram, öffentliche Bereiche für jedermann, und Bereiche, die ich mit Freunden und Kollegen teile.

Diese Woche haben wir uns mal ein Herz gefasst und einen Teil der Funktionen öffentlich gemacht. Das Ganze heisst txtr und kann in einer Beta-Version ausprobiert werden. (Dieser Eintrag ist sozusagen Werbung in eigener Sache!) Ich bin gespannt, wie unser Kind laufen lernt, und ob es eines Tages sogar Flügel bekommt.

Weisse Nächte in Toronto

Freitag, 10. Oktober 2008

Meine lieben Kollegen Brita und Milosch sind gerade aus Toronto zurückgekommen, wo sie (zusammen mit vielen anderen) das riesige, gewölbte Rathaus in ein gigantisches Blinkenlights-Display verwandelten.
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Grüße an den Heimatschutz

Mittwoch, 1. Oktober 2008


(Bild: Make/Evan Roth)

Jedesmal, wenn ich in die USA reise, grusele ich mich vor dem Einreisezirkus; ich kann mich nicht daran gewöhnen, dass irgendein launischer Uniformierter mir Fingerabdrücke abnimmt und sogar nach Herzenslust mein Laptop durchschnüffeln, behalten und den Inhalt weitergeben darf. Wenn es nicht so nette Amerikaner und so interessante Konferenzen dort gäbe, würde ich lieber hierbleiben.
Immerhin zeigt das MakeBloggerade, wie man die Grenzer aufmuntern könnte.

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Ist Google ein Raubkopierer oder ein Kulturbewahrer?

Dienstag, 23. September 2008

Google digitalisiert nicht nur Bücher, Planetenoberflächen, menschliche Beziehungen und den Sternenhimmel, sondern neuerdings auch noch alte Zeitungen. Ist das Raubkopiererei oder Kulturträgerschaft?

Die einen (FAZ) sagen so, die anderen (Daniel) so; ich bin mit den anderen.

(via Stralau)

Semantische Spinnweben

Montag, 22. September 2008


Mæve installation @ Venice Biennale 2008

Wenn unsere Köpfe nur nicht so klein und siebartig wären! Seit vielen Jahren wünsche ich mir eine Erweiterung meiner bröckeligen Hirnrinde, durch gedankenartig funktionierende Programme, die all die Eindrücke, Konzepte und Ideen, denen wir immerfort begegnen, in Bedeutungsfäden einspinnen. Wann immer ich sie brauche, kann ich dann an ein paar Fäden ziehen und die Gedanken wieder hervorholen.

Eine Gruppe von Interface-Designern an der FH Potsdam hat zur Biennale in Venedig eine faszinierende Installation gebaut, die uns in dieser Richtung weiterdenken läßt: Mæve.
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Digitale Freiheitsberaubung

Montag, 15. September 2008

(Quelle: datenschutzzentrum.de)

Heute vormittag tröpfelten fast zeitgleich drei interessante Headlines über meinen Bildschirm - eine aus der Zeit: BKA-Gesetz: Experten halten es für teilweise verfassungswidrig, eine aus der Tagesschau: Kaum Bedenken gegen BKA-Gesetz. Geplantes Gesetz ist verfassungskonform, und der Stern meinte sogar: Staatsrechtler geben Okay für BKA-Gesetz

Ja was denn nun?

Wie sich zeigt, hat kein einziger der angehörten Experten dem Gesetz seine Verfassungskonformität bescheinigt. Zwar wird das Gesetz trotz der teilweise recht detaillierten Kritik der Experten vermutlich erst einmal durchgewunken, anschließend aber wieder in großen Teilen vom Bundesverfassungsgericht kassiert.

Vielleicht ist man als gelernter DDR-Bürger ein bißchen leichter unangenehm berührt als unsere Abgeordneten bei der heutigen Anhörung zum BKA-Gesetz: die sollen nämlich über die zukünftige Einschränkung unserer Bürgerrechte entscheiden, und sie geben sich dabei teilweise erschütternd unbedarft.
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Wir sind immer noch da.

Donnerstag, 11. September 2008

(Guten Morgen, Dieselsweeties)

Nach dem gestrigen Vortrag Professor Rösslers wundere ich mich ein bisschen, heute morgen wieder aus verquollenen Augen in die Sonne blinzeln zu können. Oder sind das Phantomschmerzen?

Ist Spore nun kreationistisch oder evolutionistisch?

Donnerstag, 11. September 2008

Spore ist nun bekanntlich verfügbar, hat einen bösartigen Kopierschutz und läßt uns Einzeller im Urschleim baden, bis daraus komplette planetenzerstörende Zivilisationen geworden sind. Propagiert Spore nun die Evolutionstheorie, oder macht es den Spieler zum “Intelligent Designer”? Meine Kollegen zumindestens sind sich uneins: die einen sagen so, die anderen so.

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