Archiv für die Kategorie „Netzwelt“

Knol - die Googipedia ist online

Donnerstag, 24. Juli 2008

Knoogle klang dann wohl nicht gut genug. Google hat seine Antwort auf Wikipedia “Knol” genannt, und genau an den Stellen alles anders gemacht, wo Wikipedia auf Probleme stieß:
- Wikipedia-Autoren arbeiten unbezahlt, d.h. sind fast immer prokrastinierende (ihrer Dissertation ausweichende) Doktoranden oder dergleichen. Google wird seine Autoren an Werbeeinnahmen beteiligen - proportional zum Erfolg des Artikels.
- Die Autoren haben auf Wikipedia keine Chance, sich einen Namen zu machen. Bei Knol dreht sich alles um den Autor - der kann sich mit eigener Seite präsentieren, authentifizieren und profilieren, was das Zeug hält.
- Kleinkriege zwischen meinungsstarken Autoren ruinieren regelmäßig Wikipedia-Artikel zu kontroversen Themen. Bei Knol entscheiden letztlich nicht die Autoren, sondern die Leser: im Prinzip kann jeder Autor seinen eigenen Artikel beisteuern, wenn ihm die “Parteilinie” nicht zusagt.

Ich bin sehr gespannt, ob Knol tatsächlich das Zeug hat, an Wikipedia vorbeizuziehen, ob es sich zu einem Nischenprodukt für spezielle Inhalte entwickelt, oder ob es einen Zwischenschritt zum überfälligen Wikipedianachfolger darstellt.

Auf Spiegel Online hat Konrad Lischka einen gut recherchierten, im Tonfall sehr skeptischen Artikel geschrieben.

Kuba bekommt Internet

Montag, 21. Juli 2008

Bekanntlich liegt Kuba zwar nur 120km vor Florida, und im Prinzip nur ein Ethernetkabel weit vom schnellem Internet entfernt, aber damit ist’s bekanntlich Essig, weil unsere amerikanischen Freunde dem Castro die Absetzung Batistas bis zum heutigen Tag übelnehmen. Deshalb importieren die Kubaner das Internet aus Italien oder Kanada über langsame, teure Satellitenverbindungen, und lassen es dann in lokalen Proxy-Servern verschimmeln, bis es per Fahrradkurier an die wenigen lizensierten Internetcafés des Landes ausgetragen wird.

Das wird ab 2010 möglichweise anders. Auf Wikileaks kann man erfahren, dass Kuba und Venezuela ein 1500km langes Unterseekabel projektiert haben, das nicht nur die Kubaner an die Gegenwart, sondern nebenher auch noch datentechnisch an Jamaika, Haiti und Trinidad anschließen soll. Wenn da mal kein amerikanischer Anker versehentlich hängenbleibt.

(über FeFes Blog)

Google-Expedition zur Grenze des bekannten Universums

Montag, 7. Juli 2008


(Foto: Marcus Lindemann, Collage: JB)

Das Wissenschaftsportal Recherche-Info berichtet: Die amerikanische Weltraumagentur Google hat eine Sonde ins Universum geschickt. Schwarz, glänzend und nach allen Seiten mit Sensoren bestückt.

Wie wir hier und dort sehen, ist der Sensorausleger mit mindestens sechs Einzelkameras, einer Panoramakamera, zwei Laserscannern und mehreren Fluxkompensatoren ausgerüstet; die erhobenen Daten werden direkt in Google-Maps eingefügt.

Auch dabei: eine goldbeschichtete Platte, auf der Google das Atomgewicht von Wasserstoff, Sauerstoff und Kohlenstoff, die relative Position unseres Planeten, das ungefähre Aussehen eines normalgewichtigen Nordwestamerikanerpärchens, dazu passende Adwords und eine Kopie des Internets eingeätzt hat. Sollte die Googlesonde in die Hände von Außerirdischen fallen, dann sind sie gewarnt.
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Automatische Literaturkritik

Dienstag, 1. Juli 2008

credit: LIQUID LIBRARY / Jupiterimages

(LIQUID LIBRARY / Jupiterimages, Collage: Vanity Fair Online)

Die Kritiker der Kritiker sind sich weitgehend einig: die Jury des diesjährigen Ingeborg-Bachmann-Preises für Literatur hat sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert, allzu eitel waren die Juroren, allzu oberflächlich die Urteile, allzu humoristisch und buchmarktgerecht die Ergebnisse. Die Kollegen von der Riesenmaschine haben sich dankenswerterweise des Problems angenommen, und die Literaturkritik automatisiert - durch einen praktischen, für jedermann nachvollziehbaren Punktekatalog, dessen Anwendung höchst objektive Ergebnisse garantiert.
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This is your pilot speaking: Bitte treten Sie einen Schritt nach links!

Montag, 30. Juni 2008


Sehen Sie das?! Das ist die Falltür, in der zukünftig lästige, an die Cockpit-Tür hämmernde Terroristen verschwinden sollen, wenn es nach dem U.S. Patent 6844817 (von Wolfgang Gleine, gewährt am 18. 01. 2005) geht. Vielleicht läßt sich das Konzept ja noch mit einem kleinen Piranha-Becken verbessern? Neatorama zeigt gerade eine Liste der zehn dämlichsten Antiterrorismus-Patente.
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Morgen, 15.00 Uhr: elektrische Terminkalender versklaven die Menschheit

Montag, 23. Juni 2008

In seiner 1962 erschienen Erzählung The Creature from Cleveland Depths beschreibt der amerikanische Science-Fiction-Autor Fritz Leiber eine interessante Erfindung: Den “Tickler”. Weil der Held seiner Erzählung seine Lieblingssendung im Fernsehen verpaßt, ersinnt er eine raffinierte Vorrichtung: eine “mechanische Sekretärin”. Und damit sie wenig Platz verbraucht, handelt es sich einfach um ein kleines, handliches Elektrogerät, das direkt am Körper getragen wird, und seinen Besitzer durch einen Vibrationsalarm (Leiber spricht von einem “Zwicken”) an zuvor markierte Verpflichtungen erinnert. Aber nachdem jemand auf die Idee kommt, dass sich dieser Terminkalender mit seinesgleichen zu einem sozialen Netzwerk synchronisieren kann, sind die Pforten zu einer Weltuntergangskatastrophe geöffnet. Ob Leiber die globale Bedrohung durch Google Calendar und Microsoft Exchange vorausgeahnt hat?
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72512 neue Götter in 24 Stunden

Mittwoch, 18. Juni 2008

Kreaturen aus dem Spore-Labor

Seit einem Tag ist das Schöpfungslabor von Maxis’ langerwartetem Spiel “Spore” online. Spore macht die Spieler zu fröhlichen kleinen Evolutionssteuerungsgöttern. Wir beginnen mit Einzellerzucht, arbeiten uns zu schwimmenden Vertebraten hoch und scheuchen unsere Kreaturen sodann aufs Festland. Nachdem diese sich ein paar Generationen den Freuden des Fressens und Gefressenwerdens hingegeben haben, erfinden sie die Zivilisation, und wir dürfen sie mit Architektur und fahrbaren Untersätzen ausstatten. Und weil das erst der Anfang ist, erkunden wir anschließend das Sonnensystem, die Galaxis und ferne Sternennebel - standesgemäß im selbstgebastelten Raumschiff, mit Kreaturen-Entführungsstrahler, Terraforming-Sonden und Planetenpulverisierungskanone.

Was Spore besonders macht: das Universum kennt hier keine Grenzen - es ist mathematisch, prozedural definiert. Spore ist angetreten, die Welt des Spieledesigns zu revolutionieren: durch Spielinhalte, die von den Benutzern selbst geschaffen werden können.

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Nachfolger zum Onlinespiel “World of Warcraft” geplant

Freitag, 13. Juni 2008

“World of Warcraft” gehört bereits seit mehr als einem Jahr zu den erfolgreichsten (und profitabelsten) Online-Spielen aller Zeiten. Es wird Zeit, dass ein Nachfolger konzipiert wird, der an den Erfolg der aktuellen Version anknüpfen kann. Nun hat die Spielefirma “Blizzard” die langerwartete Fortsetzung angekündigt: World of World of Warcraft! (Siehe Video nach dem Bräik.)

WoWoW bietet ein revolutionäres Konzept, das es den Spielern erlaubt, genau das zu tun, was sie auf der Welt am liebsten tun würden. Was das wohl ist? Sie spielen eine virtuelle Figur, die ihr Leben an einem Computer verbringt -

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Das Geheimnis der Sieben Blog-Postings

Donnerstag, 5. Juni 2008

Lore erklärt die 7 Blog-PostingsBekanntlich gibt es auf der Welt nur 20 verschiedene Arten von Geschichten, die aus 36 möglichen Szenarien bestehen können. Nach sorgfältiger Analyse hat Lore Sjöberg herausbekommen, dass die Anzahl der möglichen Blog-Sujets sich auf lediglich Sieben beläuft. Das vermag ich Ihnen nicht vorzuenthalten:

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