Artikel-Schlagworte: „Dualismus“

Der Lückengott schlägt wieder zu

Montag, 27. Oktober 2008

Im unaufgeklärten Christentum (d.h. vor allem im Mittelalter, in den USA und den Lesern des Onlineforums der Zeitung “Die Welt”) gibt es das Bestreben, die Wirkungsmacht Gottes in diejenige Bereiche zu verlegen, die wissenschaftlich nicht abschließend bearbeitet sind. Dazu gehören beispielsweise der Urknall, die Quantenphysik und die Entstehung des Lebens auf der Erde.

Das hat zwei Effekte:

1. Gott wird mit zunehmendem Wissenszuwachs immer kleiner und machtloser.
2. Die Religionsanhänger fühlen sich verpflichtet, die Lücken zu verteidigen und den Wissenschaftsfortschritt zu bekämpfen, weil das Schließen von Wissenslücken einer Vertreibung Gottes aus der Welt gleichkommt.
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Wirrer Dichter begehrt Persona non grata

Montag, 14. Juli 2008

Im Spiegel äußert sich Durs Grünbein zur Ehrenrettung René Descartes’. Bekanntlich hat der seinerzeit postuliert, dass der menschliche Körper (so wie der Rest der Welt) mechanisch funktioniert, während der Geist, in jenseitigen, nichtphysikalischen Sphären schwebend, denselben funkfernsteuert. Als Antenne sollte die Zirbeldrüse funktionieren.

Das ist problematisch, weil die Physiker alles zur Physik rechnen, was auf die Physik einwirkt. Wenn etwas auf die Zirbeldrüse einwirkt, dann nur etwas Physikalisches: schließlich muß ja dazu irgendeine Kraft wirken. Deshalb hat der Dualismus kaum Befürworter.
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