Artikel-Schlagworte: „Hirnforschung“

Ethik kontra Hirnforschung

Montag, 17. November 2008

Der Neurobiologe Andreas Kreiter leistet großartige Grundlagenforschung an der Uni Bremen, aber wenn es nach der Bremer Gesundheitsbehörde geht, wird er sich bald umstellen müssen: er bohrt dazu nämlich Kabelanschlüsse in Primatenköpfe, um die Aktivität der Gehirne bei Wahrnehmungsprozessen zu messen. Durch sogenannte Einzelzell-Ableitung kann gemessen werden, was einzelne Neurone tun, was wesentlich aufschlußreicher ist, als die heutigen fMRI-Scanner es zulassen. Soll er das dürfen?

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Spieglein, Spieglein im Gehirn?

Mittwoch, 2. Juli 2008


(JUPITERIMAGES, Collage: Vanity Fair Online)

Jonah Lehrer vom Scientific American interviewte gerade den Neurowissenschaftler Marco Iacobini zum berüchtigten Thema “Spiegelneurone”. Spiegelneurone befinden sich im Großhirn, in der Nähe derjenigen Bereiche, die Bewegungen und Sprache steuern. Geht es nach Iacobini und Lehrer, dann können diese Neuronen alles mögliche erklären:

Was diese Zellen so interessant macht: sie werden sowohl aktiv, wenn wir eine bestimmte Aktion ausführen - wie z.B. Lächeln oder das Greifen nach einer Tasse - als auch dann, wenn wir diese Aktion bei jemand anderem beobachten. Mit anderen Worten, sie lassen die Unterscheidung zwischen Sehen und Handeln in sich zusammenfallen.

Huch? - Jawoll. Iacobini gehört zu jenen Leuten, die glauben, dass Spiegelneuronen die gesehen Aktionen anderer Menschen so “spiegeln”, als würden wir sie selbst ausführen.
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