Archiv für Oktober 2007

Der bewaffnete Kampf…

Donnerstag, 25. Oktober 2007

...muss weitergehen. Jedenfalls in Afghanistan – auch wenn er bei der Linken einen gewissen Ruf genießt

Der bewaffnete Kampf genießt bei der deutschen Linken immer noch einen gewissen mystischen Ruf. Nur leider den Falschen. Den von Andreas. Ulrike. Holger. Dabei stand der bewaffnete Kampf nicht nur “gegen den Willen des Staates sondern gegen den Willen des gesamten Volkes” (Helmut Schmidt).

Es gibt aber ein Volk, das nahezu begeistert ist von jungen Deutschen, die sich den bewaffneten Kampf auf die Fahnen geschrieben haben. Es ist das afghanische Volk. Und die jungen Deutschen, die mit der Waffe in der Hand kämpfen, gehören nicht zur RAF, sondern zur ISAF (International Security Assistance Force).
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Der Türöffner

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Dreißig Jahre nach Mogadischu – Interview mit GSG-9-Gründer Ulrich K. Wegener

Gespräch mit Generalmajor Ulrich K. Wegener, Maritim-Hotel Bonn, 5.10.2007

JOST KAISER: Ich bin mit einer Boeing 737 hergeflogen. Wenn Sie das Flugzeug sehen, denken Sie sofort: Ah ja, so und so kriegt man die Eingänge auf?

ULRICH WEGENER: (lacht) Ach nein. Ich weiß natürlich schon, wie man so was macht, wobei die jetzige 737 ja eine ganz andere Maschine ist als die älteren Versionen.

J.K.: Haben Sie noch Kontakt mit Jürgen Vietor, dem Kopiloten der Landshut?

U.W.: Ja, sehr guten. Ich sehe ihn diese Woche wieder bei der Veranstaltung der Lufthansa zum 30. Todestag von Kapitän Schumann.

J.K.: Vietor ist nie wieder eine andere Maschine geflogen als die 737. Er konnte sich nicht umstellen, und wollte auch für größere Maschinen und die Menschen darin nicht die Verantwortung übernehmen.

U.W.: Dass er da sehr mitgenommen war, ist mir klar. Diese Tage in der Maschine müssen furchtbar gewesen sein. Er musste ja alleine die Verantwortung tragen, nachdem Schumann tot war.
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Die Juden und der “Stern”

Montag, 8. Oktober 2007

Die guten Deutschen und das obsessive Kreisen um das Eine

Es gibt etwas, das lässt dem “Stern”, dem Flaggschiff des linksliberalen Bürgertums, der so schön die Verwirrung seiner Klientel abbildet (mal wird das Pilgern gelobt, dann war Gott neulich auf einmal tot, wie der “Stern” bewies), einfach keine Ruhe:

Wie ist das jetzt mit den Juden? Was darf gegen sie gesagt werden, ohne gleich ein Antisemit zu sein?

Der “Stern” will es unbedingt ausloten, es scheint ihm ein tiefes inneres Bedürfnis zu sein, so als gäbe es am Ende doch nichts Schöneres und Fälligeres, als endlich gegen Israel sein zu dürfen. Das allein ist schon ein wunderbares Abbild der deutschen Obsession, sich immer und immer wieder mit “den Juden” und Israel zu beschäftigen.

Mal nennen die Deutschen ihre Kinder obsessiv Sara und Esther und finden “das Jüdische” so schön melancholisch und gleichzeitig fröhlich (Klezmer!), dann ist Scharon wieder Hitler und macht das mit den Palästinensern, was die Deutschen mit den Juden gemacht haben.
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