Wir sind John Rambo
Samstag, 23. Februar 2008Birma ist allen egal. Doch dann kam Sylvester Stallone
Es gibt eine Tendenz im Kriegsfilm der letzten Jahrzehnte, den Kampf vor allem als inneren Kampf zu sehen.
In der Schlussequenz von “Platoon” (1985) sagt die Off-Stimme des Helden: “We didn’t fight the enemy. We fought ourselves.” Und in einer Szene des - im übrigen grossartigen - Ridley Scott-Films “Black Hawk Down”, das Geschehen ist schon zu einem apokalyptischen Gemetzel geraten, sagt ein Soldat zum anderen: “Warum machen wir das hier? Es ist für die Kameradschaft.”
Damit ist der Kriegsfilm ganz auf der Höhe der Zeit einer so genannten Postmoderne, die ebenfalls keine zu bekämpfenden äußeren Feinde mehr zu kennen vorgibt, sondern der Mensch, seine inneren psychischen Prozesse sind seine eigentlichen Feinde. Der äußere Feind ist der innere Feind. Nur in diesem Sinne konnte André Glucksmann 1989 zum hundertsten Geburtstag von Adolf Hitler allen Ernstes schreiben: “Hitler bin ich.”
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