Humor der Friedensbewegung
Worüber Menschen so lachen, die sich auf dem moralischen Hochsitz wähnen
Dass auf der sogenannten Friedensbewegung kein Segen ruht, konnte man schon zu ihren Anfängen wissen. Nicht nur, dass sie von Anfang an eine Unterorganisation der Hauptabteilung Aufklärung des Staatssicherheitsdienstes der Deutschen Demokratischen Republik war, sie pflegte auch noch einen unangenehmen Linksnationalismus, der sich vom braunen Blut-und-Boden-Nationalismus in quasi nichts unterschied.
Auch war von Anfang an klar, dass die friedlichen Schlabberpulliträger insgeheim vom Objekt ihrer Abneigung, vor allem den USA und ihren “Waffensystemen” insgeheim zutiefst fasziniert waren: mit niemanden, außer amerikanischen Generälen selbst, konnte man in den achtziger Jahren die Feinheiten einer Persching II, eines B-1B Lancer oder taktischer Nueklarwaffen besprechen, als mit den Jungs und Mädels mit den lila Tüchern.
Symbolfigur der pazifistischen Waffennarren war der Ex-General Gert Bastian, der prompt seine Geliebte Petra Kelly in ganz unpazifistischer Weise, aber militärisch sauber in den Kopf schoss.
An all das müssen wir uns erinnern, wenn wir das hier sehen:
Es ist die Substanz der Wehrdienstgegner. Mitnichten sind sie gegen Krieg und mitnichten sind sie gegen Waffen. Sie haben nur das alte Sponti-Motto “Lieber rot als tot” in die Jetztzeit weitergetragen.
Die militanten Militärgegner wünschen Bundeswehrsoldaten den Tod und Taliban den Sieg.
Die Wehrdienstgegner dieser Couleur sind Zerfallsprodukte, wie man sie in unserem Land, dem freiheitlichsten Staat, den es jemals auf deutschem Boden gab, ausgerüstet mit einer Parlamentsarmee, ertragen muss. Auch, wenn das nur schwer erträglich ist.
Der Hass auf die Bundesrepublik Deutschland und den Westen scheint umso größer zu werden, je liberaler sich die Gesellschaft auffächert.
Dazu passt es, dass auf dem gerade vergangenen Bundeswehrgelöbnis Inge Viett verhaftet wurde, ehemalige Angehörige der RAF.
Man hätte meinen können, dass Inge Viett, deren Hass auf westlichen Liberalismus unter anderem dazu geführt hat, dass ein französischer Polizist den Rest seines Lebens im Rollstuhl verbringen muss, bis ans Ende ihrer Tage in Demut und zurückzugezogen und unter totaler Vermeidung von Öffentlichkeit Buße tun würde.
Würde man meinen.
Es ist so schwer zu ertragen, dass es dem liberalen Staat immanent ist, immanent sein muss, so sanft mit seinen härtesten Gegnern umzugehen.
Es ist nur schwer zu ertragen. Sehr schwer.
Schlagworte: Bundeswehr, Deutschland, Militär, USA




4. September 2008 um 18:23 Uhr
Kennen Sie Mittel und Wege die sich für Solidarität mit den Demokraten Afghanistans einsetzen? Und damit wirklich für Frieden und Fortschritt?
Widmen sie dem doch bitte einmal ein paar Zeilen.