Obamas Schicksal

Irgendwann, wenn klar ist, dass Obama doch nicht erst bei Günter Grass nachfragt, wie die Dinge in der Welt zum Besseren zu wenden seien, wenn die Flugzeugträger doch nicht eingemottet und die B-52 doch nicht auf dem Flugzeugfriedhof in Nevada endgelagert sind. Dann, wenn Obama gemerkt hat, dass Ahmadenidschad ihn genauso zu verarschen gedenkt wie die Europäer mittels “kritischem Dialog”, dann also, wenn klar ist, dass der Aiußenpolitiker Obama dem Außenpolitiker Bush mehr gleichen wird als dem Messias Jesus Christus – dann wird in der Süddeutschen oder in der Krankenakte der deutschen antiamerikanischen Neurose, dem Stern, ein Artikel erscheinen mit der Überschrift “Der schlechte Präsident”. Darin wird einer der Großkommentatoren und Dröhnköpfe mit theatralischer Geste dem Phänomen Obama den Garaus machen. Und in bewährter Lautsprecher-Manier wird es eine Spalte lang darum gehen, dass er, der Großkommentator und Dröhnkopf das hier und jetzt sage, was gesagt werden muss, nämlich dass Obama ein schlechter Präsident sei. Und dass erst in dem Moment, in dem das gesagt sei, obwohl nicht weil Obama schwarz sei, das Ende des Rassismus gekommen sei, dank ihm dem Großkommentator und Rebellen, denn nur die Leistung zähle und nicht die Hautfarbe und er, der Großkommentator und Lautspecher wage es das auszusprechen. Er habe das mit Bauchschmerzen getan, aber musste sein.

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