Artikel-Schlagworte: „Afghanistan“

Der bewaffnete Kampf…

Donnerstag, 25. Oktober 2007

...muss weitergehen. Jedenfalls in Afghanistan – auch wenn er bei der Linken einen gewissen Ruf genießt

Der bewaffnete Kampf genießt bei der deutschen Linken immer noch einen gewissen mystischen Ruf. Nur leider den Falschen. Den von Andreas. Ulrike. Holger. Dabei stand der bewaffnete Kampf nicht nur “gegen den Willen des Staates sondern gegen den Willen des gesamten Volkes” (Helmut Schmidt).

Es gibt aber ein Volk, das nahezu begeistert ist von jungen Deutschen, die sich den bewaffneten Kampf auf die Fahnen geschrieben haben. Es ist das afghanische Volk. Und die jungen Deutschen, die mit der Waffe in der Hand kämpfen, gehören nicht zur RAF, sondern zur ISAF (International Security Assistance Force).
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Bus- und Bettag in Kabul

Mittwoch, 26. September 2007

Die afghanische Leidenschaft für “Modern Benz” und “De Luxe Comfort”

Wenn man im Kabuler Busbahnhof in einen Bus steigt, dann ist es zumeist ein Mercedes-Benz der Baureihe O302, O303 oder O309, Alter zwischen 30 und vierzig Jahren. Die Afghanen beten diese Gefährte an. Die verblichenen Aufschriften der Uralt-Gefährte haben sie nachgemalt -­ und zwar mir Wörtern, die für sie am besten das offensichtlich gelobte, heiss geliebte Land, Deutschland, beschreiben: Reisedienst, Modern, Comfort, de luxe, Frankfurt oder München City und vor allem: Benz.
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Linke für Frauenversklavung

Sonntag, 16. September 2007

Ein desaströses politisches Wochenende

Samstag ist der Tag, an dem man sinnvolle Dinge tun kann. Man verschläft einfach den Nachmittag. Man hört die Bundesliga-Konferenz im Radio. Man stürmt ein neues Berliner Einkaufszentrum bis die Polizei kommen muss und kauft sich dort “Black Hawk Down” für vier Euro. Das Leben hat so viele tolle Möglichkeiten.

Andere haben anderes vor am Samstagnachmittag. Zum Beispiel dafür zu demonstrieren, dass Mädchen in Afghanistan nicht mehr in die Schule gehen dürfen. Oder dass endlich wieder Hinrichtungen im Fussballstadion von Kabul stattfinden können. Oder dass dekadenter Indien-Pop, ja dass überhaupt alle Musik in Afghanistan wieder verboten wird.
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Kein Feind, nirgends

Montag, 23. April 2007

John McCain, Ronald Reagan: Für Deutsche ist das schlimmste Verbrechen brachiale Sprache, nicht brachiale Despoten

“Ich freue mich ihnen mitzuteilen, dass in fünf Minuten der Angriff auf die Sowjetunion beginnt”. Der Satz, den Ronald Reagan bei einer legendären Mikrofonprobe sprach setzte 1983 ein ganzes Land in Aufruhr: Nicht etwa die USA. Sondern natürlich Deutschland.

So ähnlich war das wieder letzte Woche: John McCain, der chancenlose republikanische Präsidentschaftsbewerber hatte bei einer Wahlveranstaltung auf die Frage eines Anhängers “Wann wir den Irabern eine kleine Grußbotschaft senden” geantwortet: “Sie meinen den Song von den Beach Boys?” Dann sang er zum Beach-Boys-Song “Barbara Ann” den Text “Bom, bomb, bomb, bomb, bom Iran”. Wer die Szene auf YouTube sieht, kann sich ein Lächeln nicht verkneifen. Ja, ich bekenne, ich fand die Idee witzig, den Beach-Boy-Song umzudichten. (more…)