Artikel-Schlagworte: „Bürgertum“

“Gute soziale Mischung”

Dienstag, 6. November 2007

“Studenten, Handwerker, Künstler, Arme”: Bürger lieben’s anti-bürgerlich

Wir lesen im “Tagesspiegel” über die Wandlung des Berliner Touristenviertels am Hackeschen Markt: Das Viertel sei früher (vor 18 Jahren) “sehr lebendig” gewesen, mit einer “guten sozialen Mischung: Studenten, Handwerker, Künstler, Arme”.

Leben Sie auch in einer solchen “guten sozialen Mischung”, also mitten unter “Studenten, Handwerkern, Künstlern, Armen”?

Ich nicht. Ich lebe in einer äußerst unguten sozialen Mischung. Ich gestehe: Ich lebe in einem Viertel, in dem, ich wage es kaum auszusprechen, das Bürgerliche die dominante Rolle spielt.
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68er ermordeten Romy Schneider!

Donnerstag, 24. Mai 2007

Neues vom Wahn: Die Linken haben noch was angestellt – sie verhagelten uns die “Sissi”-Filme und ihre Darstellerin

In Deutschland zu leben, heißt im Irrenhaus zu leben und Berlin ist die Gummizelle: das weiß man. Wolfgang Koeppen hatte für Bonn einst das Wort “Treibhaus” gefunden, aber das war nichts gegen Berlin. Was hier im Ideen- und Thesentheater im angeblichen geistigen Zentrum Deutschlands vor sich hin und ausgedacht wird, da wünscht man sich das unaufgeregte Bonn zurück.

Zur Obsession der Nazi-Aufarbeitung hat sich hier, das ist das Thema der Berliner Republik, längst als Co-Wahn die Aufarbeitung der 68er im Allgemeinen und der RAF im besonderen gesellt.

Keine neue Erkenntnis, kein geöffnetes Archiv ist notwendig, um in immer neuen Wellen über – je nach Geschmack – die Verdienste oder die Verbrechen (darunter machen es die so genannten Neo-Bürgerlichen nicht) “der 68er” zu reden, frei projeziert auf jedes Opfer das sich anbietet.

Und da man sich automatisch auf die Seite der Schwächeren stellen sollte, möchte ich mich heute dem inzwischen nur noch unbegreiflichen Wahn der Anti-68er zuwenden.
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