Artikel-Schlagworte: „Roland Koch“

“Weil er herausragt”

Mittwoch, 30. Januar 2008

Koch hat verloren. An der “F.A.Z.” lag das garantiert nicht

Von Hans-Joachim Friedrichs wird nur ein Satz überliefert, der aber ist ganz gut: “Ein Journalist darf sich mit keiner Sache gemein machen. Auch nicht mit einer guten.”

Angenommen, die gute Sache sei Roland Koch. Dann sieht man das bei der “F.A.Z.” mit dem gemein machen wohl fundamental anders: “Folgten Landtagswahlen den Gesetzmäßigkeiten der Politikwissenschaft, dann wäre die Bestätigung der Regierung Koch am Sonntag eine Formsache gewesen.” (29.1.)

Dass Wahlen aber nicht den Gesetzmäßigkeiten der Politikwissenschaft folgen, das mussten vor der F.A.Z. schon Generation von Studenten schmerzlich erlernen. Und zum Glück ist Demokratie auch keine Formsache. Es geht um Sympathie. Um Stil. Um spontane Zuneigung oder Ablehnung. Ja, wir haben die Fernsehdemokratie. Auch, wenn man darüber in der elitären F.A.Z. - wie ja traditionell im libertären Bürgertum - die Nase rümpft.
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Koch fordert Todesstrafe

Mittwoch, 16. Januar 2008

Wann kommt diese Schlagzeile?

Milieus, die es gar nicht mehr gibt, entstehen noch einmal neu, wenn die Profis sich darum kümmern.

Es gab schon kein rot-grünes Milieu mehr im Jahre 2002, bis Gerhard Schröder es ein letztes Mal in einer Art Kulturkampf gegen den “Reaktionär” Stoiber neu erfand. Und das, was eine Erfindung war, raufte sich tatsächlich noch einmal für einen kurzen Augenblick zusammen, bevor wir jetzt, im Jahr 2007 beobachten, dass schwarz und grün, die eine gemeinsame bürgerliche Wurzel haben, sich wirklich näher kommen.

Einer der größten Profis der Polarisierungs-Branche aller Zeiten war Franz-Josef Strauss und auch Helmut Kohl war ein Meister darin, Menschen im Ressentiment zu Gruppen mit einem gemeinsamen Feind zusammenzuschweißen.
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