Artikel-Schlagworte: „Ronald Reagan“

Schwarz-Weiß-Denken

Montag, 11. Juni 2007

Vielen fällt es schwer zu sagen: Ich hatte Unrecht, der andere hatte Recht. Ganz besonders vielen fällt es schwer, wenn der Rechthaber Ronald Reagan heißt

Der wie immer unterhaltsame Sprecher begann seine Ausführungen, wie so oft, mit einem Witz, ein “underground joke” aus der Sowjetunion: “Warum würde die Sowjetunion auch bei freien Wahlen Einparteienstaat bleiben?” Die Antwort: “Weil jeder der Oppositionspartei beitreten würde.”

Im Verlauf der Rede führt der amerikanische Präsident Ronald Reagan aus, dass Länder, die “nicht auf die Bedürfnisse ihrer Bürger reagieren, obsolet werden”, dass die Sowjetunion gerade dabei sei, eine technologische Revolution zu verpassen. “In einem ironischen Sinne hatte Karl Marx Recht mit seiner Behauptung einer revolutionären Situation. Doch diese findet nicht in den freien, demokratischen Ländern statt, sondern in der kommunistischen Welt.”

Schließlich prophezeit Reagan, dass der Marxismus-Leninismus auf “dem Müllhaufen der Geschichte” landen würde.

Gerade begehen wir den 20. Jahrestag der Rede Reagans vor dem Brandenburger Tor. Doch das, was er dort sagte, hatte er schon fünf Jahre vorher gesagt. Und zehn Jahre vorher. Er hatte es eigentlich sein ganzes politisches Leben lang gesagt und eben auch an jenem 8. Juni 1982 vor dem britischen Parlament. Die Rede ist als “Evil Empire”-Rede in die Geschichte eingangen, denn einmal bezeichnet Reagan die Sowjetunion als “totalitarian evil”.

Reagan hatte Recht. Seine hysterischen Kritiker hatten Unrecht. Daran muss man heute erinnern.
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Kein Feind, nirgends

Montag, 23. April 2007

John McCain, Ronald Reagan: Für Deutsche ist das schlimmste Verbrechen brachiale Sprache, nicht brachiale Despoten

“Ich freue mich ihnen mitzuteilen, dass in fünf Minuten der Angriff auf die Sowjetunion beginnt”. Der Satz, den Ronald Reagan bei einer legendären Mikrofonprobe sprach setzte 1983 ein ganzes Land in Aufruhr: Nicht etwa die USA. Sondern natürlich Deutschland.

So ähnlich war das wieder letzte Woche: John McCain, der chancenlose republikanische Präsidentschaftsbewerber hatte bei einer Wahlveranstaltung auf die Frage eines Anhängers “Wann wir den Irabern eine kleine Grußbotschaft senden” geantwortet: “Sie meinen den Song von den Beach Boys?” Dann sang er zum Beach-Boys-Song “Barbara Ann” den Text “Bom, bomb, bomb, bomb, bom Iran”. Wer die Szene auf YouTube sieht, kann sich ein Lächeln nicht verkneifen. Ja, ich bekenne, ich fand die Idee witzig, den Beach-Boy-Song umzudichten. (more…)