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Der bewaffnete Kampf…

Donnerstag, 25. Oktober 2007

...muss weitergehen. Jedenfalls in Afghanistan – auch wenn er bei der Linken einen gewissen Ruf genießt

Der bewaffnete Kampf genießt bei der deutschen Linken immer noch einen gewissen mystischen Ruf. Nur leider den Falschen. Den von Andreas. Ulrike. Holger. Dabei stand der bewaffnete Kampf nicht nur “gegen den Willen des Staates sondern gegen den Willen des gesamten Volkes” (Helmut Schmidt).

Es gibt aber ein Volk, das nahezu begeistert ist von jungen Deutschen, die sich den bewaffneten Kampf auf die Fahnen geschrieben haben. Es ist das afghanische Volk. Und die jungen Deutschen, die mit der Waffe in der Hand kämpfen, gehören nicht zur RAF, sondern zur ISAF (International Security Assistance Force).
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Talibanausen

Mittwoch, 4. April 2007

Die Kurt-Beck-Idee, mit den apokalyptischen Galgenvögeln der Taliban zu verhandeln, ist nicht nur naiv: Es ist Verrat an der Sozialdemokratie

Zunächst: Wenn es darauf ankommt, das muss man sagen, kann man sich verlassen auf die Sozialdemokratie: Schröder stellte 2002 die Vertrauensfrage, als es darum ging, die Beteiligung der Bundeswehr am Aufbau in Afghanistan durchzusetzen. Immer wieder hat die SPD das Afghanistan-Mandat später verlängert. Dennoch ist da mehr: Eine tiefe Sehnsucht prägt die Partei, der große Irrtum, die Welt könne ausschließlich durch guten Willen, Entwicklungshilfe und Verhandlungen verbessert werden. Der Vulgärpazifismus der SPD ist nicht nur falsch, er ist Verrat an einer Partei, die eigentlich wissen müsste, was Totalitarismus ist, sie hat nämlich in ihrer Geschichte selbst unter ihm gelitten. Man muss die Taliban, den Antisemiten Ahmadenidschad und die enthemmten Menschenschlächter in Irak nicht alle in einen Topf werfen, aber es ist unverkennbar, dass der neue Totalitarismus in dieser Welt aus der “islamischen Welt” kommt. Leider schlägt die SPD ihr antitotalitäres Erbe aus. Wer in die Ortsvereine der SPD geht, wird mit vulgärpazifistischen Sprüchen konfrontiert wie: “Kriege haben noch nie etwas gutes bewirkt” und ähnliches. Ich kenne da ein paar Kriege in der Geschichte, die haben etwas Gutes bewirkt. Der in Afghanistan ist jedenfalls eines: gerecht. Wir sind der pathetischen Sprache in Deutschland aus guten Gründen entwöhnt. Aber es muss gesagt werden: Wir müssen diesen Krieg unbedingt gewinnen.