Artikel-Schlagworte: „Terrorismus“

Der Türöffner

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Dreißig Jahre nach Mogadischu – Interview mit GSG-9-Gründer Ulrich K. Wegener

Gespräch mit Generalmajor Ulrich K. Wegener, Maritim-Hotel Bonn, 5.10.2007

JOST KAISER: Ich bin mit einer Boeing 737 hergeflogen. Wenn Sie das Flugzeug sehen, denken Sie sofort: Ah ja, so und so kriegt man die Eingänge auf?

ULRICH WEGENER: (lacht) Ach nein. Ich weiß natürlich schon, wie man so was macht, wobei die jetzige 737 ja eine ganz andere Maschine ist als die älteren Versionen.

J.K.: Haben Sie noch Kontakt mit Jürgen Vietor, dem Kopiloten der Landshut?

U.W.: Ja, sehr guten. Ich sehe ihn diese Woche wieder bei der Veranstaltung der Lufthansa zum 30. Todestag von Kapitän Schumann.

J.K.: Vietor ist nie wieder eine andere Maschine geflogen als die 737. Er konnte sich nicht umstellen, und wollte auch für größere Maschinen und die Menschen darin nicht die Verantwortung übernehmen.

U.W.: Dass er da sehr mitgenommen war, ist mir klar. Diese Tage in der Maschine müssen furchtbar gewesen sein. Er musste ja alleine die Verantwortung tragen, nachdem Schumann tot war.
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Anti-modern ist modern

Montag, 10. September 2007

Rechte Totschläger, Islam-Konvertiten und wer uns sonst noch alles vernichten will

Wer zynisch ist, würde sagen: Erst wenn wir hier einen ordentlichen Anschlag erlebt haben, wird sich die Dramaturgie des Palavers mal ändern. Eine Dramaturgie, die so geht: Ein Anschlag wird vereitelt. Die Täter sind Muslime, egal ob richtige, den Koran missbrauchende, oder welche auch immer. Sie berufen sich auf ihren Islam. Ehe noch überhaupt der Vorgang in seinem ganzen Ausmaß erhellt worden ist, und natürlich ehe jemand “die Muslime” verantwortlich gemacht hat (jeder, der bis drei zählen kann, würde das nie tun) treten die so genannten Mahner und Warner, eine berufsständisch nicht geschützte aber unglaublich umtriebige Profession, auf den Plan und sagen: Vorsicht! Jetzt bloß nicht “die Muslime” dsikriminieren!

Diesmal war es die sonst keiner Peinlichkeit aus dem Weg gehende Bischöfin Margot Käßmann. Der Käse diesmal: Wir dürfen jetzt nicht zur Islamophobie neigen!
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Acht gegen 80 Millionen

Mittwoch, 11. Juli 2007

…aber nur einer muss durchkommen. Für den Terror des 21. Jahrhunderts gilt: Ein bisschen mehr Panik kann nicht schaden

Diese Woche hat der “Spiegel” nach langer Zeit mal wieder seine Lieblingsrolle spielen können. Klar, das Pipi von Radrennfahrern und was da alles drin ist, lohnt auch der Betrachtung. Aber was ist das gegen die Königsdisziplin, nämlich die Demokratie vor denen da oben zu retten, die mal wieder durchdrehen? Das in guter, alter Landsersprache “Sturmgeschütz der Demokratie” genannte Nachrichtenmagazin war lange außer Dienst aber jetzt konnte es sich als letzte Verteidigungslinie der liberalen Demokratie profilieren. Was damals, in den Sechzigern Franz-Josef Strauss, das ist heute Wolfgang Schäuble.

In seinem Titel läßt es sich der Spiegel, das ist so ein Hobby von ihm, zunächst mal nicht nehmen, die Vereinigten Staaten mit dem Nationalsozialismus in einen Zusammenhang zu bringen. “Bushs furchtbare Juristen” heißt es an einer Stelle und mit dem Begriff “furchtbarer Jurist” ist bekanntlich der Nazi-Scherge Roland Freisler gemeint. Wo also, fragen wir uns, steht eigentlich der amerikanische Volksgerichtshof?

In die selbe Kerbe haut auch Heribert Prantl, der von der “Guantanamorisierung” des deutschen Rechts gesprochen hat.

Amerika, das ist auch hier das Land des Bösen, der große Satan. Und da wollen wir nun wahrlich nicht hin.
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