Archiv für die Kategorie „Neu auf CD“

Album der Woche: Mattias Hellberg & The White Moose - Out of the frying pan, into the woods

Mittwoch, 22. April 2009

Mattias Hellberg & The White Moose - Out of the frying pan, into the woods (2008)Der Begriff Retro gehört meiner Meinung nach nicht zum Rock, denn Rock ’n’ Roll kann am besten mit sich selbst. In Skandinavien hat man da am weningsten Berührungsängste und schickt immer wieder Bands auf den Markt, die auch vor 40 Jahren locker mit den Legenden hätten jammen können. Mattias Hellberg kommt aus Göteborg und hat schon in einigen dieser Bands gespielt, die alte Rezepte oft verdammt gut neu verbraten haben: u. a. The Hellacopters, Jaqee, Kanzeon, Nymphet Noodlers. Jetzt hat der Mann seine eigene Band und ein neues Album, dass den Rock genau da packt, wo er Eier bekommen hat: In den verspulten frühen 70ern.

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Das sollte doch die Zukunft sein

Freitag, 27. März 2009

Yes! Es gibt eine lohnenswerte Special Edition zum neuen Pet Shop Boys Album. Die kommt in einer gediegenen, schwarzen Box als Doppel-CD über den Ladentisch und enthält neben sechs sehr passablen hauseignen Remixen den tollen Bonus-Track “This Used To Be The Future”, den man, naja, gerne futuristisch im besten Sinne nennen darf. Der Sound des Produzententeams Xenomania überzeugt ja schon bei den anderen Songs, doch hier darf auch mal die andere PSB-Hälfte Chris Lowe sowie Philip Oakey von The Human League ans Mikrofon. Ein Bonus der besonderen Sorte, wenn man weiß, dass The Human League ursprünglich “The Future” hießen (zirka 1977).

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Grace for Christmas

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Wenn ich noch CDs verschenken würde, ich wüsste in diesem Jahr nicht viel, was sich gut unter dem Baum machen würde. Leute, die Grönemeyer hören, kenne ich kaum welche. Und irgendwie ist eine Best-Of mit einem Kind drauf vor Weihnachten schon eine Unverschämtheit. Er ist es auch noch selbst …

Guns’n Roses schon eher, aber die Fans kennen die Platte schon seit zwei Jahren. Metallica gehört nicht zum Weihnachtsfest für mich, eher was für Ostern, als Überraschungsalbum taugte es 2008 jedenfalls nicht schlecht. Das Jahr hat viele schöne Releases gesehen, Spiegel Online hat die meisten davon vorgestellt. Aber wer mich fragt, dem empfehle ich ganz klar “Hurricane” von Grace Jones. Wer mir nicht vertraut, kann sich bei 3vor12 davon überzeugen, hier gibt es einen Stream vom ganzen Album. Nicht geschenk, aber umsonst.

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“I’m a PC and I make you sweat!”

Dienstag, 11. November 2008

In Magazinen über Musiker und professionelle Musikproduktion sieht man sauber abgestaubte Studios voll mit tadellosem Equipment und Alu-Mac-Türmen, in der Ecke eine Zimmerpflanze, auf dem Parkettboden vor dem Mischpult rollen die Chefsessel von links nach rechts. In einer solchen Umgebung haben Musiker wie Anders Trentemøller, Paul Kominek (a.k.a Turner, a.k.a. Pawel) oder aktuell Girl Talk ihre Glanzstücke nicht zusammengebastelt. Nicht einmal an einem Mac, dem angeblichen Kreativ-Flagschiff schlechthin. Sondern auf ihrem Windows-Rechner, teils voll mit gecrackter Software und meistens portabel.

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Martin Stadtfeld im Interview: “Das klassische Konzert muss wieder in die Mitte der Gesellschaft”

Dienstag, 28. Oktober 2008


Fotos: Sonja Werner

Deutschlands derzeit erfolgreichster Klassikpianist Martin Stadtfeld im Interview. Seiner Leidenschaft für Bach, Beethoven und Schubert lässt er im Spiel wie im Gespräch freien Lauf. Er hat eine Mission: Klassische Musik ist notwendig - denn in ihr herrscht kein Zeitgeist, der uns auf die Probe stellt. Regelmäßig setzt Stadtfeld sich mit Schülern zusammen und lotet aus, welche Antworten die großen Komponisten auf ihre innersten Fragen und Gefühle haben. Gerade erschienen ist seine Einspielung des “Wohltemperierten Klaviers” von Johann Sebastian Bach. Für seine letzte CD mit zwei Schubert-Sonaten hat er kurz nach unserem Gespräch den Echo Klassik bekommen, sein vierter mittlerweile.

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Materialmangelerscheinungen - “The Clash – Live at The Shea Stadium” & “Revolution Rock”

Montag, 20. Oktober 2008

Einer oft angebrachten Weisheit nach ist Punk in dem Moment zugrunde gegangen, als die erste Punk-Platte erschien. Die Bewegung hatte ihre Geburtstunde, wie viele andere Rockstile auch, auf der Bühne. Im richtigen Moment im Publikum gestanden zu haben, daran wird man noch heute gemessen. Mit drei Akkorden und befreiendem Lärm liessen sich damals zwar hervorragende Studioplatten aufnehmen, aber eine gut funktionierende Liveaufnahme der Sex Pistols, Ramones oder eben von The Clash sucht man vergebens in den Bestenlisten. Trotzdem hat SonyBMG gerade wieder einen Versuch unternommen, das Beste aus dem rauszuholen, was Joe Strummer und seine Kollegen uns hinterlassen haben.

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